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Wörterbuch europäischer Anglizismen

Projektbearbeiter:
Ulrich Busse sowie Mitarbeiter in 15 europäischen Ländern
Finanzierung:
Haushalt;
Das primäre Anliegen dieses Forschungsprojektes liegt in der Erstellung einer Neubearbeitung des Dictionary of European Anglicisms (DEA). Die erste Auflage dieses Wörterbuches ist im Jahre 2001 unter der Leitung von Prof. Manfred Görlach, Köln, erschienen. Umrahmt wird dieses Wörterbuch durch zwei Begleitbände, die beide 2002 erschienen sind. Der Teilband English in Europe bietet einen Abriss über den Einfluss des Englischen auf jede der untersuchten sechzehn Sprachen. Die annotierte Bibliographie kommentiert die wichtigste Forschungsliteratur zum Thema.Nachdem das Wörterbuch die Auszeichnung als Buch des Jahres 2001 der British Association of Applied Linguistics gewonnen hat, hat der Verlag Oxford University Press großes Interesse an einer Neuauflage des Wörterbuches bekundet. Der bisherige Projektleiter Prof. Görlach ist im Sommer letzten Jahres in den Ruhestand getreten und hat das Projekt an mich weiter gegeben.Ziel der ersten Auflage des DEA war es, den lexikalischen Einfluss des Englischen auf sechzehn ausgewählte europäische Sprachen zu dokumentieren. Um möglichst eine Vielzahl von Kontrasten untersuchen zu können, wurden Sprachen aus unterschiedlichen Sprachfamilien ausgewählt, und zwar vier germanische Sprachen (Isländisch, Norwegisch, Niederländisch und Deutsch), vier romanische Sprachen (Französisch, Spanisch, Italienisch und Rumänisch), vier slawische Sprachen (Russisch, Polnisch, Kroatisch und Bulgarisch) sowie vier weitere Sprachen (Finnisch, Ungarisch, Albanisch und Griechisch). Diese Auswahl erlaubt die Untersuchung einer Mehrzahl von möglichen Kontrasten, und zwar in regionaler, soziolinguistischer als auch typologischer Hinsicht. Da sich diese Auswahl in der ersten Auflage bewährt hat und auch entsprechende Mitarbeiter zur Verfügung stehen, soll dies in der Neubearbeitung beibehalten werden.Für die erste Auflage des Wörterbuches war ursprünglich intendiert, eine Momentaufnahme des englischen Einflusses zur Mitte der neunziger Jahr e des 20. Jahrhunderts zu machen. Die lange Planungs- und Bearbeitungsdauer des Projektes (Ende der 80er Jahre bis zur Publikation 2001) hat jedoch dazu geführt, dass, von kleineren Ausnahmen abgesehen, nach 1995 keine Daten mehr in das Wörterbuch aufgenommen werden konnten. Die Neubearbeitung sollte daher mit Ausnahme von einigen Nachträgen schwerpunktmäßig die jüngsten lexikalischen Einflüsse der Dekade von 1995 bis 2005 dokumentieren. Das jetzige Wörterbuch enthält 3.800 Einträge. Nach vorsichtigen Schätzungen dürfte sich für die Neubearbeitung ein Zugang von ca. 1.000 Lemmata ergeben, so dass ein Umfang von ca. 5.000 Stichwörtern realistisch erscheint.Anhand der im Forschungsprojekt gewonnenen Einsichten über die sprachlichen und gesellschaftlichen Bedingungen, die der Verwendung von Anglizismen zu Grunde liegen bzw. diese steuern, soll die Neubearbeitung des Dictionary of European Anglicisms auf eine solide empirisch begründete und epistemologisch tragfähige Basis gestellt werden.Neben der lexikographischen Dokumentation des lexikalischen Einflusses des Englischen auf sechzehn ausgewählte europäische Sprachen in Form eines Wörterbuchs sollen einzelne Aspekte des englischen Sprach- und Kulturkontakts in einem separaten Begleitband zum Wörterbuch dargestellt werden.

Schlagworte

Anglizismen, Englisch in Europa, Sprachkontakt

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