« Projekte
Wissenschaftliche Begleitung des Projektes Familienfreundlicher Sportverein
Projektleiter:
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Die Entwicklung von Sportvereinen und Familien ist durch eine Vielzahl von Parallelen und wechselseitigen Bezügen geprägt. Unter dem Druck der sich dynamisch verändernden wirtschaftlichen und sozialen Lebensverhältnisse verzeichnet Sachsen-Anhalt sowohl einen Rückgang in der Zahl der Familien als auch bei den Mitgliedern in Sportvereinen. Die negativen Folgen dieser Entwicklung sind hinlänglich bekannt. Die Tatsache, dass immer weniger Menschen in Familien leben, führt in Verbindung mit dem anhaltenden Geburtendefizit und einer steigenden Lebenserwartung zu grundlegenden Veränderungen der Bevölkerungsstruktur. Die sogenannte Überalterung der Gesellschaft sowie der bereits einsetzende Fachkräftemangel stehen dabei stellvertretend für eine Vielzahl von Problemen, die zunehmend die Wirtschafts- und Sozialsysteme belasten. Verringert sich vor diesem Hintergrund auch der Umfang der in Vereinen organisierten Sportlerinnen und Sportler, so kennzeichnet der dort zu verzeichnende Mitgliederschwund zugleich eine tendenzielle Abnahme von Aktivitäten im Rahmen des Breitensports. Dies wiederum forciert die Verbreitung gesundheitlicher Risiken in der Bevölkerung und lässt die gesellschaftlich notwendigen Aufwendungen im Gesundheitsbereich weiter steigen. Entsprechend dieser Situation ist das soziale Erfordernis, sowohl Familien als auch Sportvereine nachhaltig zu stärken und aktiv zu unterstützen, nicht zu übersehen. Mit dem Anliegen, diesbezüglich vorhandene Erkenntnis- und Angebotsdefizite abzubauen, wurde deshalb durch den LandesSportBund Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit der Landesvereinigung für Gesundheit das Modellprojekt Familienfreundlicher Sportverein initiiert. Anliegen des Projektes ist es, solche Angebote zu entwickeln und zu erproben, die es Familien erleichtern, gemeinsame Bewegungsaktivitäten und Sport auszuüben, womit die Attraktivität und Entwicklung funktionaler Familien- und Vereinsstrukturen unterstützt werden soll. Um eine an neuesten Erkenntnissen zu Familie und Sport orientierte Durchführung des Modellprojektes zu garantieren und eine systematische Bewertung sowie Verallgemeinerung der Ergebnisse zu ermöglichen, wird das Modellprojekt vom Gender-Institut Sachsen-Anhalt, Bereich Forschung und Information wissenschaftlich begleitet.

Schlagworte

Bewegung, Familie, Gesundheit, Sport, Sportverein
Kontakt
Thomas Claus

Thomas Claus

G/I/S/A, Gender-Institut Sachsen-Anhalt

Forschung und Information

Ebendorfer Str. 3

39108

Magdeburg

Tel.+49 391 5066566

Fax:+49 391 5066570

thomas.claus@g-i-s-a.de

weitere Projekte

Die Daten werden geladen ...