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Wert der 7T-MRT mit prospektiver Bewegungskorrektur und Nachbearbeitung bei Patienten mit nicht-läsionaler Epilepsie
Projektleiter:
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Das Vorliegen einer klar umschriebenen strukturellen Läsion in der Magnetresonanztomographie (MRT), die mit elektrografischen Befunden übereinstimmt, gilt als ein wesentlicher prognostischer Faktor für ein günstiges postoperatives Anfallsoutcome nach epilepsiechirurgischen Eingriffen [1,2]. Demgegenüber stellen nicht-läsionale, auch als MRT-negative bezeichnete Epilepsien (NLE) eine besondere Herausforderung in der prächirurgischen Epilepsiediagnostik dar. Diese Patientengruppe benötigt häufig invasive intrakranielle EEG-Ableitungen und weist insgesamt schlechtere Ergebnisse nach chirurgischer Therapie auf [1,4]. Das Fehlen einer strukturellen Läsion in der konventionellen MRT erschwert somit die chirurgische Entscheidungsfindung erheblich.
Die Ultrahochfeld-MRT mit einer Feldstärke von 7 Tesla (7T) bietet aufgrund ihres verbesserten Signal-Rausch-Verhältnisses das Potenzial einer deutlich verbesserten Darstellung der kortikalen Strukturen, welche die Sensitivität der Diagnostik von kleinen kortikalen Fehlbildungen sowie anderer potenziell epileptogener Pathologien erhöhen kann. Eine internationale Task-Force-Empfehlung identifizierte vier Hauptindikationen für den Einsatz der 7T-MRT bei pharmakoresistenter fokaler Epilepsie, darunter insbesondere MRT-negative Patienten sowie die verbesserte Läsionsdarstellung zur Planung intrakranieller Ableitungen [5, 6].
Bisher liegen nur wenige Studien zur diagnostischen Ausbeute von MRT-Nachbearbeitungsverfahren unter Verwendung von 7T-Daten bei nicht-läsionaler Epilepsie vor, die jedoch bereits vielversprechende Ergebnisse zeigen [7–9]. Prospektive klinische Studien, in denen identische morphometrische Analyseprotokolle – insbesondere unter Verwendung von MP2RAGE-Sequenzen – systematisch zwischen 3T- und 7T-MRT verglichen werden, fehlen bislang.
Ziel der vorliegenden multizentrischen prospektiven Studie ist es daher, den diagnostischen Mehrwert der 7T-MRT mit morphometrischer Analyse bei Patienten mit nicht-läsionaler fokaler Epilepsie zu untersuchen. Insbesondere soll geprüft werden, ob durch den Einsatz epilepsiespezifischen 7T-Bildgebung im Vergleich zur analogen 3T-MRT eine signifikant höhere Detektionsrate epileptogener Läsionen insbesondere fokalen kortikalen Dysplasien (FCD) erreicht werden kann.

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