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Vertikale Integration im Agrar- und Ernährungsgewerbe Rußlands
Projektbearbeiter:
Jürgen Wandel
Finanzierung:
Haushalt;
Neben den auch in westlichen Marktwirtschaften üblichen vielfältigen vertraglichen Beziehungen ist in den letzten Jahren im Transformationsprozeß des russischen Agrar- und Ernährungssektors eine verstärkte Entwicklung von vertikalen und gleichzeitig konglomeraten Gebilden wie finanzindustrieller Gruppen oder Agrarholdings zu beobachten. Charakteristisch für solche Formen der Integration ist, daß sie in der Regel Betriebe der gesamten vertikalen Produktionskette umfassen, also Primärerzeuger, Verarbeiter, Handelsunternehmen sowie zusätzlich oftmals noch Finanzinstitute. Solche Organisationsformen bilden im Agrar- und Ernährungssektor westlicher Länder eher die Ausnahme.Das Ziel des Forschungsvorhabens ist es, zum einen die Entstehung und Wirkungsweise dieser Strukturen im Rahmen einer positiven Analyse zu erklären. Zum anderen sollen im Rahmen einer normativen Analyse die hierarchischen Organisationsformen aus volkswirtschaftlicher Sicht beurteilt werden. Dabei wird nach den Auswirkungen erstens auf die Effizienz des Agrar- und Ernährungssektors gefragt und zweitens auf die Entwicklung einer funktionierenden Wettbewerbsordnung in diesem Sektor der russischen Volkswirtschaft.Die theoretische Grundlage der Arbeit bildet neben der Industrieökonomik hauptsächlich die Neue Institutionenökonomik, insbesondere der Transaktionskostenansatz, die Property-Rights-Theorie, die Principal-Agent-Theorie sowie die Theorie des wirtschaftlichen und institutionellen Wandels von Douglass North. Methodisch besiert die Arbeit auf Fallstudien.

Schlagworte

Integration, vertikale
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