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Verfahren zur biologischen Verwertung von Co-Substraten bei der Abwasser- und Schlammbehandlung
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Technologieangebot
Für die Patentanmeldung Verfahren zur biologischen Verwertung von Co-Substraten bei der Abwasser- und Schlammbehandlung sucht die ESA Patentverwertungsagentur Sachsen-Anhalt GmbH einen Kooperationspartner, Lizenznehmer oder Käufer. Angesprochen sind insbesondere Projektanten, Lieferer und Betreiber von Klärwerken.

Gegenstand der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur komplexen Verwertung von Co-Substraten auf Kläranlagen. Nach einer entsprechenden Vorbehandlung hauptsächlich pflanzlicher Substrate, die als Co-Substrate verwendet werden, erfolgt die Nutzung einerseits bei der biologischen Abwasserbehandlung und andererseits bei der Schlammfaulung.
Es gibt vielfältige Vorschläge, auf den Schlammfaulprozess einzuwirken. Im Wesentlichen geschieht dies mit der Zielstellung, einen gut ausgefaulten, leicht entwässerbaren Schlamm zu erhalten und die Biogasausbeute zu verbessern.
Es ist bekannt, bestimmte organische Stoffe unter bestimmten Gegebenheiten in bestimmten technologischen Prozessschritten zuzuführen, so zur Beeinflussung der biologischen Phosphor- und Stickstoffelimination bei der Abwasserreinigung und die Zugabe organischer Abfälle bei der Schlammbehandlung.

Den aufgezeigten Lösungen liegt bisher keine komplexe Betrachtungsweise des Prozess-ablaufs in einer Kläranlage zugrunde.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren vorzuschlagen, bei dem unter komplexer Verwendung von Co-Substraten auf die biologische Abwasserreinigung und die Schlammbehandlung (anaerobe Faulung) Einfluss genommen wird, womit die beiden Prozesse weiter stabilisiert bzw. intensiviert werden. Zu erzielen sind dabei gleichbleibend gute Ergebnisse bei der biologischen Abwasserreinigung und eine hohe Ausbeute an Biogas bei der Schlammfaulung. Dazu werden pflanzliche Co-Substrate in silierter Form zunächst mechanisch zerkleinert und einem Mischbehälter zugeführt. Diesem Behälter wird auch der Primärschlammm aus der Vorklärung zugesetzt. Beide Komponenten werden gemischt und das Gemisch wird vorversäuert. Die Vorversäuerung erfolgt bei einer Temperatur von 1°C bis 40°C, vorzugsweise bei 15°C bis 20°C und bei einer Verweilzeit von vorzugsweise einer Stunde bis vier Tagen. Als zweckmäßig kann sich erweisen, einen Teil des Sekundärschlammes aus der Nachklärung dem Gemisch zuzuführen. Die in der Trennstufe befindliche Feststoffphase wird direkt in den Faulbehälter geleitet und bewirkt eine signifikante Steigerung der Biogasausbeute. Die Flüssigphase kann anteilig, die individuellen betrieblichen Erfordernisse der Abwasserreinigung berücksichtigend, der Kläranlage zur Optimierung der biologischen Phosphorelimination bzw. zur Verbesserung der Denitrifikation zugeführt werden.

Der Antrag auf Erteilung eines deutschen Patents ist gestellt (DE 10 2005 014 371 A1).

Schlagworte

Abwasser, Co-Substrate, Kläranlage, Schlamm, Schlammfaulung, Substrat
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