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Untersuchung zur Reaktivierung von Belebschlamm
Projektbearbeiter:
Fr. Neumann
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Anlass für ein derartiges Forschungsprojekt waren das Hochwasser 2002 im mitteldeutschen Raum sowie die Stromausfälle in Nordamerika. Da keine gesicherten Kenntnisse sondern nur Vermutungen zum Verhalten der Biomasse in den Belebungsanlagen bei derartigen Störfällen existieren, war eine genaue Untersuchung zu dieser Problematik für den SAM und den Betreiber der Kläranlage Magdeburg-Gerwisch (SWM) von großer Bedeutung. Ziele sind die Absicherung des Anlagenbetriebes und Vorbereitung von Notfallplänen bei solchen Betriebsstörungen. Als mögliche Betriebsstörungen wurden Belüftungsausfälle von bis zu 24 Stunden und bis zu 4 Wochen vom Kläranlagenbetreiber vorgegeben, wobei davon ausge-gangen werden sollte, dass auch kein Abwasserzufluss und keine Umwälzung des Bele-bungsbeckenvolumens mehr möglich ist. Eine erste Untersuchungsreihe wurde mit so ge-nanntem Sommerschlamm im Oktober abgeschlossen. Die Versuche wurden an einer Laborkläranlage mit originalem Belebungsbeckenzufluss der Kläranlage und realen Durch-sätzen und Rücklaufverhältnissen durchgeführt. Bis März 2004 laufen die gleichen Untersu-chungen mit so genanntem Winterschlamm. Dabei sollen auch die Temperaturabhängikei-ten der Abbauprozesse sowie der Reaktivierbarkeit der Biomasse nach Belüftungsausfällen ermittelt werden. Es wurden chemische und mikroskopische Analysen durchgeführt. Für eine Kläranlage gelten dabei die Ablaufwerte der Kläranlage und die Abwasserreinigungsleistung als maßgebliche Kriterien. Eine Übertragbarkeit auf andere Kläranlagen soll geprüft werden. Ergebnisse aus dem Sommerbetrieb konnten zum Teil in der Praxis bestätigt werden.Im II. Quartal des Jahres 2004 ist eine Veröffentlichung zu den gewonnenen Ergebnissen aus dem Sommer- und Winterbetrieb geplant.

Schlagworte

Verhalten der Biomassse bei Störfällen
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