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Der Umgang der ostdeutschen Hochschulen mit ihrer Zeitgeschichte
Finanzierung:
Stiftungen - Sonstige;
Seit 1990 haben 18 ostdeutsche Hochschulen runde Gründungsjubiläen gefeiert, und bis 2020 werden weitere 22 solcher Jahrestage anstehen. Anlässlich derartiger Jubiläen war bzw. ist regelmäßig eine deutliche Belebung hochschulgeschichtlicher Aktivitäten zu verzeichnen. Dabei wird an den ostdeutschen Hochschulen in der Regel erstmals ein systematisiertes Konzept zum Umgang mit der eigenen Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts erarbeitet. Dies stellt eine besondere Herausforderung dar: Die in sich gebrochene Diktaturerfahrung verlangt nach anspruchsvollen Auseinandersetzungsmustern. Sie macht für die ostdeutschen Hochschulen (a) jede zeitgeschichtliche Referenz potenziell heikel, also deutungsbedürftig; erfordert (b) anspruchsvolle Umgangsweisen mit den diversen und sehr heterogenen Zeitzeugengruppen; überantwortet ihnen © öfter als westdeutschen Einrichtungen einen erinnerungsadäquaten Umgang mit baulichen und künstlerischen Zeitzeugen, und bewirkt (d), dass der Umgang mit der Hochschulzeitgeschichte unter besonderer Beobachtung der Öffentlichkeit steht. In dem Projekt werden die zeitgeschichtlichen Aktivitäten zur jeweiligen Hochschulgeschichte recherchiert, analysiert und verglichen, Muster der Auseinandersetzung von Hochschulen mit ihrer institutionellen Zeitgeschichte identifiziert, Gründe für die unterschiedliche Dichte und Qualität der zeitgeschichtlichen Aktivitäten herausgearbeitet sowie Handlungsempfehlungen formuliert.

Das Projekt wurde gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Schlagworte

Aufarbeitung, DDR, Historie, Hochschule, Zeitgeschichte
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