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Sustainable Viticulture for Climate Change Adaptation
Projektbearbeiter:
PD Dr. Anita Kirmer, Dr. Daniel Elias, M.Sc. Schubert Lea, Dipl.-Ing. (FH) Teubert Hendrik
Finanzierung:
EU - Sonstige ;
Der Weinbau ist eine intensive Form der Landwirtschaft, die in naher Zukunft stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sein wird. Eine Zunahme der Dürreperioden im Sommer, ein hohes Erosionsrisiko durch Starkregenfälle und die Einwanderung neuer Schädlinge erfordern innovative Lösungen. Wir erwarten, dass ein ökosystembasierter Ansatz, der auf einer erheblichen Zunahme der biologischen Vielfalt und einer verbesserten Bewirtschaftung der Weinberge beruht, die Fähigkeit des Weinbergökosystems natürliche Extreme abzufangen verbessern und das System widerstandsfähiger gegen den Klimawandel machen wird.
Acht Forschungs- und Praxispartner aus Österreich, Frankreich, Deutschland und Ungarn werden vorhandenes Wissen innerhalb und außerhalb der Projektgruppe bündeln, um ressourcenschonende und an den Klimawandel angepasste Weinbergbewirtschaftungspraktiken zu demonstrieren, zu optimieren und zu verbreiten. Hauptziel ist die Erhöhung der einheimischen Biodiversität in Weinbergen, um die damit verbundenen Ökosystemleistungen in Bezug auf Schädlingsbekämpfung, Bodenlebewesen, Humifizierung, Erosionsschutz, Wasserspeicherung und Klimagasreduktion zu maximieren und die Produktion zu sichern. Positive Auswirkungen erhöhter Biodiversität auf Weinpflanzen und Ökosystemdienstleistungen sind offensichtlich, aber der Wissenstransfer in die Weinbaupraxis ist noch nicht abgeschlossen und wird im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Projekts angestrebt. Ressourcenschonende Methoden zum klimabedingten Stressabbau bei Weinpflanzen sind die ressourceneffiziente Düngung sowie die bedarfsorientierte Tröpfchenbewässerung. Die Treibhausgasemissionen werden durch die Verringerung des Düngemitteleinsatzes und der Maschinenüberfahrten reduziert. Pestizide wie Glyphosat sollen durch eine veränderte Bewirtschaftungspraxis der Unterstockvegetation in konventionell bewirtschafteten Weinbergen ersetzt werden.
Gemeinsam mit zehn Weinbaubetrieben werden von der Hochschule Anhalt und dem Landesweingut Kloster Pforta in der Saale Unstrut Weinregion im Spätsommer 2020 mehr als neun Hektar konventionelle Weinberge in Biodiversitätsweinberge umgewandelt. Über den Projektzeitraum von fünf Jahren werden die Effekte der höheren Biodiversität im Vergleich zu konventionellen Weinbergen in derselben Weinlage quantifiziert und bewertet.
Mit den Weinregionen Saale-Unstrut, Luberon/Provence, Steiermark, Tokaj und Eger deckt das Projekt einen breiten geografischen und klimatischen Gradienten ab. Dies ermöglicht die Übertragung der zukünftigen Projektergebnisse auf weitere europäische Weinregionen. Im Projektzeitraum sollen innovative Methoden des Wissenstransfers das Bewusstsein in allen Projektregionen sowie in anderen Weinbauregionen für die Bedeutung der Anwendung klimangepasster und biodiversitätsfreundlicher Methoden schärfen und so die Projektergebnisse effektiv in die europäische Weinbaupraxis übertragen.

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