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Structure-based design and development of histone deacetylase inhibitors for anti-parastic therapy
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Parasitologen, Strukturbiologen und Wirkstoffforscher aus fünf europäischen Staaten, Brasilien und Australien arbeiten gemeinsam an der Entwicklung neuer Arzneistoffe für die Therapie von Tropenkrankheiten. Parasitäre Erreger der Arten Schistosoma, Leishmania, Trypanosoma und Plasmodium verursachen die Tropenkrankheiten Bilharziose, Leishmaniose, Chagas-Krankheit und Malaria. Weltweit sind Hunderte Millionen Menschen mit diesen Parasiten infiziert, was jährlich zu Hunderttausenden Todesfällen führt. Die Arbeitsgruppe um Prof. Sippl befasst sich insbesondere mit der computer- und strukturbasierten Entwicklung und Synthese neuer Wirkstoffe für epigenetisch relevante Enzyme. Die Epigenetik beschäftigt sich mit den Vorgängen, die regulieren, wie aus dem genetischen Code nur bestimmte Informationen abgelesen werden. Jede Zelle eines Organismus enthält zwar die komplette genetische Information in Form der DNA, jedoch werden, je nach Funktion der Zelle, nur bestimmte Informationen abgerufen. Die Epigenetik sorgt dafür, dass diese Beschränkung bei der Zellteilung erhalten bleibt. So entstehen zum Beispiel aus einer Muskelzelle wieder neue Muskelzellen und keine Nervenzellen. Ziel ist es neue Wirkstoffe für verschiedene Tropenkrankheiten zu entwickeln. Durch eine selektive Hemmung der epigenetischen Prozesse eines Krankheitserregers könnten Medizinerinnen und Mediziner nur diesen bekämpfen, ohne den Menschen zu schädigen. Das Projekt  möchte die epigenetischen Vorgänge in den parasitären Erregern aufklären und selektive Wirkstoffe finden, die als neue Medikamente geeignet wären.
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