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SILNE - Tackling socioeconomic inequalities in smoking: learning from natural experiments by time trend analyses and cross-national comparisons
Finanzierung:
EU - FP7;
Hintergrund
Das durch die Europäische Kommission geförderte Projekt Tackling socioeconomic inequalities in smoking: learning from natural experiments by time trend analyses and cross-national comparisons untersucht in Kollaboration mit elf europäischen Institutionen die Potenziale von Interventionsmaßnahmen zur Reduktion sozialer Unterschiede im Rauchverhalten. Das Institut für Medizinische Soziologie der Universität Halle-Wittenberg leitet einen wesentlichen Projektteil dieser Studie federführend und engagiert sich in einem weiteren als mitverantwortlicher Teilnehmer.

Ziel
Die Ziele des vorliegenden Forschungsvorhabens liegen 1) in der Beschreibung der sozialen Unterschiede im Rauchverhalten von Jugendlichen und Erwachsenen im europäischen Quer- und Längsschnitt und 2) diese mittels personaler Faktoren und sozialer Beziehungen wie auch 3) auf Basis makrostruktureller Determinanten zu erklären. Die Identifikation makrostruktureller Faktoren zielt insbesondere auf die wohlfahrtsstaatlichen Bedingungen wie auch auf das Niveau gesundheitspolitischer Interventionsmaßnahmen gegen Rauchen ab. Schließlich werden die gesammelten Erkenntnisse in wissenschaftlichen Journals (peer review) und qualifizierten Expertisen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Methodik
Als hauptverantwortlicher Leiter führt das Institut für Medizinische Soziologie der Universität Halle eine Querschnittsuntersuchung zum Rauchverhalten von sozial benachteiligten Jugendlichen in einem Alter von 11 bis 15 Jahren durch. Auf Basis der HBSC-Studie (Health Behaviour in School-aged Children) wird mittels einer Sekundäranalyse untersucht, wie sich der Tabakkonsum von Jugendlichen mit einem geringen Sozialstatus in mehr als 40 Ländern darstellt und welche nationalen und unmittelbaren Kontextfaktoren daran geknüpft sind. Diese Analysen werden von einer detaillierten Beschreibung und Identifikation von Kontextdeterminanten begleitet und setzen sich aus den Interventionsmaßnahmen gegen Rauchen, den Strukturen des Schulsystems und den wohlfahrtsstaatlichen Bedingungen zusammen. Im zweiten Projektteil engagiert sich das Institut für Medizinische Soziologie der Universität Halle an der Durchführung einer Befragung zum Rauchverhalten von Jugendlichen in einem Alter von 16 bis 17 Jahren. Die in insgesamt fünf europäischen Ländern geschaltete Befragung wird durch das Institut auf Basis wissenschaftlicher Standards im Großraum Halle an verschiedenen Schulen durchgeführt. Die Verantwortung über das Studiendesign, die Fragebogenkonzeption und die Datenaufbereitung obliegt im Kern Prof. Dr. Vincent Lorant von der Universität Löwen in Belgien.

Ergebnisse
Das vorliegende Projekt soll unter anderem Erkenntnisse zum Rauchverhalten von sozial benachteiligten Erwachsenen und Jugendlichen in Europa liefern und darüber hinaus Interventionsmaßnahmen identifizieren, die diesem Problem entgegnen.

Schlagworte

Kinder- und Jugendgesundheit, Rauchen
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