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Sicherheit von Blutprodukten. Das TRALI-Syndrom
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Das TRALI-Syndrom (Transfusion related acute lung injury) ist charakterisiert durch eine transfusionsassoziierte akute Lungeninsuffizienz nach der Gabe plasmahaltiger Blutprodukte. Kardiogene Ursachen oder Volumenüberladung liegen hierbei nicht vor. Die typischen TRALI-Symptome wie akut auftretende Atemnot, sowie beidseitige Infiltrate in der Thoraxröntgenaufnahme, treten typischerweise innerhalb von 1-6 Stunden nach Transfusionen auf. Als Auslöser dieser sehr seltenen, aber lebensbedrohlichen Transfusionsreaktion werden immunologische Reaktionen angeschuldigt. Antikörper im Serum von Blutspendern gegen HLA-(human leukozyte antigen)-Merkmale scheinen hierbei eine tragende Rolle zu spielen. HLA-Antikörper können sich typischerweise nach Schwangerschaften oder Transfusionen leukozytenhaltiger Blutprodukte bilden.Ziel der von uns durchgeführten Untersuchungen ist es eine Strategie zu entwickeln, das TRALI-Risiko für den Empfänger von Blutprodukten zu minimieren und somit die Spendensicherheit zur erhöhen. Hierzu werden alle Spender von Thrombozytenkonzentraten auf das Vorhandensein von HLA-Antikörpern im Serum untersucht und zudem eine Befragung nach Schwangerschaften oder Transfusionen in der Vergangenheit durchgeführt. Zudem werden retrospektiv und prospektiv alle im Zusammenhang mit der Gabe von Thrombozytenkonzentraten gemeldeten Transfusionszwischenfälle auf die Möglichkeit eines TRALI-Syndroms untersucht.

Schlagworte

HLA-Antikörper, TRALI-Syndrom, Thrombozytenkonzentrate
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