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Sensomotorik und Hörschädigung

Projektbearbeiter:
Susanne Rossmann, Kuno Hottenrott
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Hintergrund: Die Entwicklung hörgeschädigter Kinder ist u.a. durch Störungen der Sensomotorik gekennzeichnet, wobei insbesondere die Entwicklung des Gleichgewichts betroffen ist. Die Auseinandersetzung mit dieser Problematik ist wichtig, gilt doch das Gleichgewichtsvermögen als Inbegriff der koordinativen Handlungskompetenz, die ihrerseits wesentlich für die Erhöhung der Alltagskompetenz (Lebensqualität) hörgeschädigter Kinder ist. Material und Methode: In die Studie wurden 15 hörgeschädigte und 15 nicht hörgeschädigte Kinder (Durchschnittsalter: 10,5 Jahre) eingeschlossen. Die Kinder wurden hinsichtlich ihrer Sensomotorik, insbesondere des Gleichgewichts und der Haltungsregulation, sportmotorisch (KTK; BGT) und posturographisch untersucht. Ergebnisse. In den sportmotorischen und posturographischen Tests zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen hörgeschädigten und nicht hörgeschädigten Kindern. Die Unterschiede basierten primär auf eingeschränkten peripher-vestibulären und somatosensorischen Steuerungsmechanismen. Diese Funktionsmechanismen stehen in direkter Abhängigkeit zum Grad der Hörschädigung. Schlussfolgerung: Aufgrund des deutlich niedrigeren sensomotorischen Leistungsniveaus hörgeschädigter Kinder, ist der Einsatz sensomotorisch akzentuierter Trainingsprogramme zur Reduktion funktioneller Defizite zu empfehlen. Die Posturographie erwies sich als geeignete und subtile sowie gleichzeitig praktikable Methode zur sensomotorischen Befundung von Kindern mit und ohne Hörschädigung

Schlagworte

Hörschädigung, Kind, Posturographie, Sensomotorik

Publikationen

2004
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