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Selektion einer Kollektion von Introgressionslinien der Gerste zur Verifikation und Isolation von Genen der Blühregulation
Projektbearbeiter:
Thomas Bringezu, agrar. Astrid Hoffmann
Finanzierung:
Land (Sachsen-Anhalt) ;
Im Rahmen des Vorhabens sollen aus bestehenden Kreuzungen zwischen Kultur- und Wildgersten neue Introgressionslinien der Gerste (Gerste-Ils) selektiert werden. Die neuen Introgressionslinien ermöglichen im Anschluss hochauflösende genetische Studien durzuführen, die bis hin zur Klonierung von Genen und Quantitative Trait Loci (QTLs) führen können, welche die Ausprägung von wirtschaftlich wichtigen Merkmalen in der Entwicklung und Reife der Gerste regulieren. Der Grundgedanke hierbei ist zweierlei: zum einen erhöht die Kreuzung von Kultur- und Wildgerste gegenüber der klassischen Kreuzung zwischen zwei Elitegersten die Chance, dass zwei unterschiedliche Allele von den beiden Kreuzungseltern vererbt werden, die zu messbaren, kontrastierenden Effekten in den Kreuzungsnachkommen, respektive den Introgressionslinien, führen. Zum anderen können exotische Wildform-Allele, die eine signifikante Verbesserung eines Merkmals bewirken, mit DANN-Markern selektiert und in den Elite-Pool der Kultursorten eingekreuzt werden, um die Leistungsfähigkeit moderner Elitesorten weiter zu erhöhen und zugleich die genetische Breite der Kultursorten langfristig auszudehnen. Die Wirksamkeit dieser Strategie wurde ursprünglich für Tomate bald darauf jedoch auch für Getreidearten, wie z. B. an Gerste aufgezeigt.

Schlagworte

Blühregulation, DNA-Marker, Gerste, Introgressionslinien
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