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Schulabgänger und Schulabgängerinnen ohne Hauptschulabschluss in Sachsen-Anhalt
Projektleiter:
Projektbearbeiter:
Manfred Stock, Gero Lenhardt, Robert Doron Reisz
Finanzierung:
Land (Sachsen-Anhalt) ;
Das Land Sachsen-Anhalt übertrifft mit seiner Quote von Jungen und Mädchen, die die allgemeinbildenden Schulen ohne wenigstens den Hauptschulabschluss verlassen, alle anderen Bundesländer. Das Projekt untersucht die Bedingungen, auf die sich diese hohe Quote zurückführen lässt. Zum einen wird geprüft, ob die sozialkulturellen Lebensbedingungen der Schülerinnen und Schüler diese hohe Rate des schulischen Misserfolges erklären. Dies wird anhand von Daten der amtlichen Sozialstatistik des Landes Sachsen-Anhalt vorgenommen. Die räumliche Verteilung der entsprechenden Schulabgänger/innenquoten wird dabei in Beziehung gesetzt mit Daten, die zur Beschreibung der räumlichen Verteilung sozialer Milieus herangezogen werden können. Zum anderen wird geprüft, ob die hohe Quote der Schulabgängerinnen und -abgänger ohne Abschluss durch Besonderheiten des Schulsystems in Sachsen-Anhalt erklärt werden kann. Dazu wird die Abgänger/innenquote in einer bundesweit vergleichenden Perspektive untersucht. Anhand von schulstatistischen Daten aus den einzelnen Bundesländern werden Zusammenhänge zwischen Abgängerquoten und strukturellen Merkmalen sowie Selektionsmechanismen der einzelnen Schulsysteme analysiert. Ein zentraler Gesichtspunkt hierbei sind geschlechtsspezifische Ungleichheiten des Schulerfolges. Für beide Richtungen der Analyse kommen insbesondere Regressionsmodelle zum Einsatz. Ergänzt wird die Untersuchung des schulstrukturellen Hintergrundes durch Experteninterviews. Im Ergebnis der Analyse sollen Empfehlungen formuliert werden, um den Anteil der Schülerinnen und Schüler zu senken, die ohne Abschluss die Schule verlassen.

Schlagworte

Schulabgänger/innen ohne Abschluss, Schülerkarrieren, Selektion in der Schule, Sonderschüler, Sonderschülerinnen, Wiederholer, Wiederholerinnen, geschlechtsspezifische Ungleichheiten
Kontakt
Thomas Claus

Thomas Claus

G/I/S/A, Gender-Institut Sachsen-Anhalt

Forschung und Information

Ebendorfer Str. 3

39108

Magdeburg

Tel.+49 391 5066566

Fax:+49 391 5066570

thomas.claus@g-i-s-a.de

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