« Projekte
Reproduktionsökologie weit verbreiteter Federgräser (Stipa spp.) der zentralasiatischen Steppen und Halbwüsten
Projektbearbeiter:
Katrin Ronnenberg
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Obwohl Grasländer zu den weltweit verbreitetsten Vegetationstypen gehören, ist über die Populationsökologie der bestandsbildenden Arten wenig bekannt. Dies gilt insbesondere für die zentralasiatischen Steppen. Im Mittelpunkt des vorliegenden Forschungsvorhabens steht daher die Reproduktionsökologie dreier in der Mongolei weit verbreiteter Federgräser (Stipa glareosa, S. gobica, S. krylovii). Rund um ein bestehendes Forschungscamp im Gobi Gurvan Sayhan Nationalpark werden seit 2004 detaillierte Untersuchungen zur Bestäubungsökologie, zur Etablierung und zur Rolle von Nachbarschaftseffekten bei den drei Stipa-Arten durchgeführt. Weitere reproduktionsökologische Aspekte, die sowohl im Camp als auch entlang eines großräumigen Transekts in Abhängigkeit von Klimabedingungen untersucht werden sollen, sind Bestäubungstyp, Verhältnis generativer zu vegetativer Fortpflanzung, Anzahl, Gewicht, Lebens- und Keimfähigkeit der Karyopsen, Keimung, Rolle von "safe sites" und Aufbau/Langlebigkeit einer Diasporenbank. Die Bedeutung der vegetativen Reproduktion wird anhand der Größe von Klonen abgeschätzt, die kleinräumig mittels genetischer Kartierung (RAPD-Fingerprinting) ermittelt wird. Unser Vorhaben wird zum einen wichtige Grundlagendaten zur Populationsökologie von Gräsern zur Verfügung stellen, die sowohl aufgrund der globalen Bedeutung von Grasländern als auch der weltweiten Verbreitung der Gattung Stipa von internationalem Interesse sein werden. Zum anderen sind die zu erwartenden Ergebnisse auch unter dem Aspekt notwendiger Steppenrestaurationsvorhaben in Gebieten, die von Desertifikation bedroht sind, bedeutsam.

Schlagworte

Bestäubung, Federgräser, Keimung, Mongolei, Reproduktion, Steppen, Stipa
Kontakt

weitere Projekte

Die Daten werden geladen ...