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Reliefentwicklung in Karstgebieten des Mittelharzes
Projektbearbeiter:
Diplom-Geograph Wolfram König
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Obwohl der Harz traditionell zu den am besten geowissenschaftlich untersuchten deutschen Mittelgebirgen gehörte, ergeben sich aus heutiger Sicht in Bezug auf die känozoische Landschaftsgenese des Ost- und Mittelharzes beträchtliche Defizite. Die schlechte Zugänglichkeit der Grenzgebiete und die Schwächung der Geomorphologie in der DDR hatte zur Folge, dass der Harz und seine Karstgebiete im Vergleich mit anderen deutschen Mittelgebirgen, insbesondere im Vergleich mit dem Rheinischen Schiefergebirge, hinsichtlich des geomorphologischen Kenntnisstandes deutlich benachteiligt sind. Karstgebiete bieten wegen ihrer besonderen geomorphologischen Verhältnisse mit der Ausprägung von Karsthohlformen günstige Voraussetzungen für die Präservierung von Sedimenten, die in nicht verkarstungsfähigen Gesteinen der Abtragung anheimfallen. Die Möglichkeiten der sedimentologischen, morphometrischen und geochemischen Analyse und deren Nutzung in der landschaftsgenetischen Interpretation sind bei der Bearbeitung der Residualsedimente und Verwitterungsprodukte in den Karstgebieten des Mittelharz allerdings bei weitem noch nicht ausgeschöpft.. Dieser Umstand fordert eine neue "Aktivitätsphase" der geomorphologischen Harzforschung geradezu heraus. Schwerpunkte des Forschungsvorhabens liegen in Fragen der regionalen känozoischen Reliefentwicklung und Verkarstungsgeschichte, in der Analyse der Verzahnung von Harzsedimenten mit denen seiner Vorländer und in der Bearbeitung der känozoischen Flussgeschichte.

Schlagworte

Flußgeschichte, Harz, Harzforschung, Landschaftsgenese, Mittelharz, Reliefentwicklung, Verkarstung, Verkarstungsgeschichte
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