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Regionale Anpassung als Ursache für den Invasionserfolg von Buddleja davidii
Projektbearbeiter:
Susan Ebeling
Finanzierung:
Deutsche Bundesstiftung Umwelt ;
Ziel des Forschungsvorhabens ist es, am Beispiel von Buddleja davidii, dem Schmetterlingsstrauch oder Sommerflieder, die Bedeutung regionaler Anpassungen für den Invasionserfolg einer gebietsfremden Art zu untersuchen. Dazu sollen Populationen aus dem ursprünglichen und dem neuen Verbreitungsgebiet in Konkurrenzversuchen und Fraßtests miteinander verglichen werden, um festzustellen, ob während der Invasion besonders konkurrenzkräftige, aber schlechter verteidigte Genotypen selektiert wurden (EICA-Hypothese). Demografische Untersuchungen (z.B. Altersaufbau, Samenproduktion, Keimlingsrekrutierung, Überleben) sollen durchgeführt werden, um die gegenwärtige Situation und die Perspektiven der invasiven Pflanzenart in verschiedenen geografischen Regionen einzuschätzen und kritische Stadien im Lebenszyklus zu identifizieren. In einem Transplantationsexperiment werden Individuen verschiedener Populationen der betreffenden Art reziprok entlang eines Standortgradienten verpflanzt und ihre Fitness verglichen. Die Ergebnisse können mögliche klimatische Anpassungen aufzeigen. Zusätzlich soll die genetische Variabilität innerhalb und zwischen den Populationen im invasiven Gebiet mit Hilfe molekularer Methoden quantifiziert werden. Die gewonnenen Informationen sollen dabei helfen, die Mechanismen von Invasionen besser zu verstehen und auf dieser Grundlage Risikoeinschätzungen bzw. Managementempfehlungen abzuleiten. Es soll in diesem Zusammenhang auch geklärt werden, ob die zu untersuchende Art eine Bedrohung für die einheimische Arten darstellt oder ob sie als eine Bereicherung unserer Flora toleriert werden kann.

Schlagworte

Invasionsbiologie
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