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Prüfung, Anpassung und Weiterentwicklung des Moduls zur Bewertung der Schadverdichtungsgefährdung im Betriebsbilanzierungsmodell REPRO

Projektbearbeiter:
Jan Rücknagel
Finanzierung:
Deutsche Bundesstiftung Umwelt ;
In der pflanzlichen Produktion steigen mit größer werdenden Ackerbaubetrieben und der zunehmenden Bedeutung des überbetrieblichen Maschineneinsatzes die Radlasten und damit auch das Risiko von Schadverdichtungen. Diese müssen, um die vielfältigen Funktionen des Bodens nachhaltig zu sichern, vorbeugend vermieden werden. Mathematische Modelle sind ein Weg situationsbezogene Analysen durchzuführen und Empfehlungen zu geben. Für das Betriebsbilanzierungsmodell REPRO wurde ein Modul zur Analyse und Bewertung der Schadverdichtungsgefährdung entwickelt. Im Vergleich mit den bisherigen Schadverdichtungsmodellen weist das neue Modul in REPRO eine Reihe von Weiterentwicklungen auf. Die Analyse der Schadverdichtungsgefährdung beruht auf einer differenzierten Betrachtung unter Berücksichtigung des standort- und kulturbedingten Jahresverlaufes des Bodenwassergehaltes und der tatsächlichen Einsatzzeitpunkte der Maschinen auf verschiedenen betrieblichen Ebenen. Grundlage dafür sind die bereits im Modell REPRO erfassten Bewirtschaftungsdaten, so dass sich durch die Integration in REPRO erhebliche Vorteile ergeben und kein weiterer Aufwand in der Datenbereitstellung erfolgen muss. Das Modul berücksichtigt weiterhin die Kumulation von Verdichtungsereignissen bei der Betrachtung über einen mehrjährigen Zeitraum, so dass die Gefügeentwicklung nachvollzogen werden kann. Es wurde jedoch mit dem Schwerpunkt auf strukturierten Lehm- und Tonboden und damit nur für einen eingeschränkten Standortbereich entwickelt. Die Ziele des beabsichtigen Vorhabens bestehen in der Weiterentwicklung des komplexen Modellansatzes, der Integration in das Betriebsbilanzierungsmodell REPRO für sandige Böden (sandige Lehme und lehmige Sande) und der Überprüfung der Aussagegenauigkeit der berechneten Schadverdichtungsgefährdung sowohl auf sandigen wie auf strukturierten Böden. Damit wird eine flächendeckende und breite Anwendung des komplexen Modellansatzes zur sicheren Prognose von Schadverdichtungen möglich. Die Prüfung, Anpassung und Weiterentwicklung des Moduls soll auf verschiedenen Versuchsebenen erfolgen. Dies sind Druck-Setzungsversuche zur Abschätzung der Gefügestabilität, die Einrichtung und Untersuchung von Beobachtungsflächen und die Durchführung von Befahrungsversuchen. Das mehrstufige Vorgehen erlaubt es, die Genauigkeit und Praktikabilität an verschiedenen Stellen des Moduls zu ergründen. Damit wird es möglich gezielt Anpassungen und Weiterentwicklungen vorzunehmen. Das Modul kann zukünftig mit einer breiten Anwendung an verschiedenen Standorten einen wichtigen Beitrag zur Einschränkung von schleichenden Bodendegradationen und zur Umsetzung des Bundesbodenschutzgesetzes darstellen.

Schlagworte

Bodenschutz, REPRO

Publikationen

2007
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2005
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2004
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Kontakt

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