Prospektive Evaluierung der CT-gesteuerten HDR-Brachytherapie als lokale ablative Behandlung von Nierengeschwülsten: eine einarmige Pilotstudie.
Projektleiter:
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
ZIEL:
In dieser Pilotstudie untersuchen wir die Sicherheit der CT-gesteuerten Hochdosis-Brachytherapie (HDR-BT) als lokale ablative Behandlung von Nierenmassen, die für eine Resektion oder Nephrektomie nicht in Frage kommen.
METHODEN:
Wir untersuchten die Nierenfunktion nach Bestrahlung mittels HDR-BT bei 16 Patienten (11 Männer, 5 Frauen, Durchschnittsalter 76 Jahre) mit 20 Nierenläsionen (Nierenzellkarzinom n = 18; Nierenmetastasen n = 2). Zwei Patienten hatten zuvor eine kontralaterale Nephrektomie und zwei eine ipsilaterale partielle Nephrektomie. Sechs Läsionen waren in der Nähe des Nierenbeckens lokalisiert und wären für eine thermische Ablation nicht geeignet gewesen. Der Verlust der Nierenfunktion wurde innerhalb eines Jahres nach der HDR-BT mittels Nierenszintigraphie und Laborparametern festgestellt. Weitere Untersuchungen umfassten CT und MRT alle 3 Monate, um die Sicherheit des Verfahrens und die lokale Tumorkontrolle zu überwachen. Die Nierenfunktionstests wurden mittels Wilcoxon's signed rank test mit Bonferroni-Holm-Korrektur der p-Werte ausgewertet. Das Überleben und die lokale Tumorkontrolle wurden mit Hilfe einer Kaplan-Meier-Schätzung ermittelt.
ERGEBNISSE:
Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 22,5 Monate. Ein Patient benötigte 32 Monate nach wiederholter HDR-BT und kontralateraler Radiofrequenzablation eines multifokalen Nierenzellkarzinoms eine permanente Hämodialyse. Bei keinem anderen Patienten kam es zu einer signifikanten Verschlechterung der globalen Nierenfunktion, und es wurden keine gastrointestinalen oder urogenitalen Nebenwirkungen beobachtet. Nur ein Patient starb an einer Nierentumorprogression. Die lokale Kontrollrate betrug 95 %, einschließlich wiederholter HDR-BT bei zwei Rezidiven.
SCHLUSSFOLGERUNG:
Die HDR-BT ist ein praktikables und sicheres Verfahren für die lokale Ablation von Nierentumoren. Derzeit wird eine Phase-II-Studie rekrutiert, um die Wirksamkeit dieser neuartigen lokalen Ablationsbehandlung in einer größeren Studienpopulation zu untersuchen.
In dieser Pilotstudie untersuchen wir die Sicherheit der CT-gesteuerten Hochdosis-Brachytherapie (HDR-BT) als lokale ablative Behandlung von Nierenmassen, die für eine Resektion oder Nephrektomie nicht in Frage kommen.
METHODEN:
Wir untersuchten die Nierenfunktion nach Bestrahlung mittels HDR-BT bei 16 Patienten (11 Männer, 5 Frauen, Durchschnittsalter 76 Jahre) mit 20 Nierenläsionen (Nierenzellkarzinom n = 18; Nierenmetastasen n = 2). Zwei Patienten hatten zuvor eine kontralaterale Nephrektomie und zwei eine ipsilaterale partielle Nephrektomie. Sechs Läsionen waren in der Nähe des Nierenbeckens lokalisiert und wären für eine thermische Ablation nicht geeignet gewesen. Der Verlust der Nierenfunktion wurde innerhalb eines Jahres nach der HDR-BT mittels Nierenszintigraphie und Laborparametern festgestellt. Weitere Untersuchungen umfassten CT und MRT alle 3 Monate, um die Sicherheit des Verfahrens und die lokale Tumorkontrolle zu überwachen. Die Nierenfunktionstests wurden mittels Wilcoxon's signed rank test mit Bonferroni-Holm-Korrektur der p-Werte ausgewertet. Das Überleben und die lokale Tumorkontrolle wurden mit Hilfe einer Kaplan-Meier-Schätzung ermittelt.
ERGEBNISSE:
Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 22,5 Monate. Ein Patient benötigte 32 Monate nach wiederholter HDR-BT und kontralateraler Radiofrequenzablation eines multifokalen Nierenzellkarzinoms eine permanente Hämodialyse. Bei keinem anderen Patienten kam es zu einer signifikanten Verschlechterung der globalen Nierenfunktion, und es wurden keine gastrointestinalen oder urogenitalen Nebenwirkungen beobachtet. Nur ein Patient starb an einer Nierentumorprogression. Die lokale Kontrollrate betrug 95 %, einschließlich wiederholter HDR-BT bei zwei Rezidiven.
SCHLUSSFOLGERUNG:
Die HDR-BT ist ein praktikables und sicheres Verfahren für die lokale Ablation von Nierentumoren. Derzeit wird eine Phase-II-Studie rekrutiert, um die Wirksamkeit dieser neuartigen lokalen Ablationsbehandlung in einer größeren Studienpopulation zu untersuchen.
Publikationen
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Kontakt
PD Dr. Robert Friedrich Damm
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin
Leipziger Str. 44
39120
Magdeburg
Tel.:+49 391 6713030
