« Projekte
Sie verwenden einen sehr veralteten Browser und können Funktionen dieser Seite nur sehr eingeschränkt nutzen. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser. http://www.browser-update.org/de/update.html
Policy-Diffusion bei barrierefreiem Wohnraum: Die Rolle der Landespolitik zwischen Bund, Kommunen und wohnungswirtschaftlichen Akteuren (ARBEITSTITEL)
Projektleiter:
Finanzierung:
Haushalt;
Das Projekt befindet sich noch in der Konzeptphase - grundlegende Änderungen sind im Zeitverlauf möglich.

Das dem Beitrag zugrundeliegende Dissertationsvorhaben stellt die Barrierefreiheit als wohnungspolitische Aufgabe ins Zentrum der Betrachtung. Während dieses Thema für Menschen mit körperlicher Einschränkung ohnehin wichtig ist, steigt der gesamtgesellschaftliche Problemdruck durch die Alterung der Gesellschaft. Gleichzeitig ist der Wohnungsmarkt kein streng reguliertes Politikfeld, so dass erstens die generelle Rolle der Politik zu diskutieren ist und zweitens Verwaltungen und Verbände (als speziellere wohnungspolitische Akteure) im Mittelpunkt der Analyse stehen.

Im föderalen Mehrebenensystem sind die Bundesländer zuständig für dieses Politikfeld. Deshalb soll in einem ersten Schritt geprüft werden, welche Policies sich in welcher Intensität in den 16 Ländern entwickelt haben (Stichwörter: soziale Wohnraumförderung, Landesbauordnungen, Landesförderprogramme). Einerseits ist anzunehmen, dass je nach demografischem Druck, finanziellem Handlungsspielraum, aber auch in Abhängigkeit von politischen Faktoren, unterschiedliche Cluster identifiziert werden. Andererseits wäre möglich, dass die eher evolutionäre Entwicklung eines neuen, sich nach und nach angleichenden Sub-Politikfelds stattfindet.

Je nach Abhängigkeit zur vorgefundenen Varianz wird im anschließenden analytischen Teil mittels zwei bis drei Fallstudien (voraussichtlich: Sachsen-Anhalt, Hessen, Niedersachsen) geprüft, welche Faktoren Erklärungskraft besitzen. Dies geschieht im Rahmen einer Politikfeldanalyse mithilfe des Ansatzes eigendynamischer politischer Prozesse (AEP) nach Böcher und Töller. Dieser akteursorientierte Ansatz bezieht neben Institutionen, situativen Aspekten und Problemstrukturen auch Policy-Alternativen explizit mit ein und bietet deshalb eine Möglichkeit, auch die Wirkung unterschiedlicher Typen von Policies (regulativ, (re)distributiv, …) in der Analyse zu berücksichtigen.
Folgende Aspekte werden als zentrale Erklärungsfaktoren hergeleitet: Die Rolle von
  1. Vertikalem und horizontalem Föderalismus (Stichwort Politikverflechtung, Wettbewerbsföderalismus und Diffusion von Policies)
  2. Korporatismus: Einfluss von Verbänden (Wohnungswirtschaft, Eigentümer/innen, Senioren/innen, Menschen mit Behinderung)
  3. Rolle der Ministerialverwaltung (innerhalb eines Landes, aber auch zwischen den Ländern)
Kontakt