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Neue Technologien und autonomes Fremdsprachenlernen
Finanzierung:
Haushalt;
Der Einsatz Neuer Technologien gehört inzwischen zum Standard auch in der Fremdsprachenausbildung im Hochschulbereich. Während das Angebot an Lernsoftware kommerzieller Anbieter immer unüberschaubarer wird und im Internet auch kostenlose Programme (sog. Client-Server) zur komfortablen Nutzung synchroner Kommunikationsformen (z.B. Chat, MOO) zur Verfügung gestellt werden, ist noch weitgehend unklar, welche Kommunikationskompetenzen damit speziell trainiert werden können und wo die Grenzen ihres Einsatzes, insbesondere für das studienbegleitende, autonome Fremdsprachenlernen liegen.
Ziel des Projekts ist die empirisch fundierte Untersuchung des Lernpotenzials von Sprachlern-MOOs (= Multi user domain, Object Oriented). Am Beispiel von französisch- und spanischsprachigen Daten aus MOOfrancais und MundoHispano wird mit diskursanalytischen Methoden untersucht, worin die Besonderheiten der Kommunikation im Sprachlern-MOO liegen und was beim Einsatz dieser Kommunikationsform zu Unterrichtszwecken zu beachten ist. Von besonderem Interesse ist dabei die Frage nach der Authentizität der Kommunikation, d.h. nach dem Verhältnis zwischen virtueller und realer Identität der Lernenden, die mit einem `character` an einem MOO teilnehmen.
Erste Ergebnisse im Rahmen einer Fallstudie mit französischsprachigen Daten deuten darauf hin, dass die Grenzen zwischen virtueller und realer Identität verschwimmen und dass die Teilnehmenden schnell die technischen Möglichkeiten von objektorientierten Programmiersprachen (z.B. Programmieren, Speichern und Aufrufen der Beschreibung ihres `characters`) für die Findung ihrer Identität als Lernende nutzen.

Schlagworte

Identität, virtuelle

Publikationen

2005
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