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Neo-Synthese von Glykolipid-Inhibitoren der Myt1-Kinase und Struktur-Wirkungsbeziehungen neuartiger Kinaseinhibitoren
Projektbearbeiter:
Charlott Platzer, Inna Slynko
Finanzierung:
Land (Sachsen-Anhalt) ;
Das Enzym Myt1 Kinase ist ein bedeutender Regulator des Cdc2/Cyclin B Kinase Systems. Die Phosphorylierung von Cdc2 bewirkt eine Inhibition des Enzyms was ausschlaggebend für den Zeitpunkt des Mitoseeintritts ist. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die vorzeitige Aktivierung der Cdc2 zur mitotischen Katastrophe und zum Zelltod führen. Eine Inhibition der Myt1 Kinase führt somit höchstwahrscheinlich zu ebendieser Aktivierung der Cdc2. Somit sollten Inhibitoren der Myt1 Kinase in der Lage sein, schnell proliferativen Zellen zu töten und den Zellzyklus zu beeinflussen. Somit können solche Inhibitoren eine sinnvolle Ergänzung zur konventionellen Chemotherapie und zur Überwindung von Resistenzen sein.Als Ergebnis einer systematischen Suche nach potentiellen, natürlichen Chemotherapeutika aus Pflanzen und marinen Organismen wurden zwei bioaktive Glykoglycerolipide aus einem Algenextrakt isoliert. Diese Verbindungen zeigen in einem Bioassay eine höhere Aktivität gegenüber der Myt1 Kinase als z.B. Staurosporin als Positivkontrolle.Ziel unserer Untersuchungen ist die Neosynthese dieser Naturstoffe, systematische Veränderungen in bestimmten Molekülbereichen und somit die Entwicklung von Struktur-Wirkungsbeziehungen.

Schlagworte

Myt-1 Kinase
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