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Musikorientiertes motorisches Lernen bei gehörgeschädigten und gehörlosen Kindern
Projektbearbeiter:
Peter Blaser
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Gehörgeschädigte Menschen sind in ihrer alltags- und sport-motorischen Entwicklung eingeschränkt. Das ist zurückzuführen auf Wahrnehmungseinschränkungen bezüglich verbaler und musikalischer Informationen. Die Folgen sind Nachteile in der motorischen Entwicklung sowie unterentwickeltes Körperbewusstsein. Spezielle Probleme liegen in der Ausprägung der Bewegungskoordination und der Gleichgewichtsfähigkeit.Da gehörlose Menschen akustische Informationen kaum oder gar nicht wahrnehmen können, wurde eine Musica Medica Therapie und ein Knochenhörgerät entwickelt. Mit Hilfe von akustischen und somatossensorischen Signalen (Vibrationen) werden musikalischen Informationen an gehörlose Menschen über die taktile Wahrnehmung vermittelt. Empirische Befunde zeigen, dass gehörlose Menschen Schwingungen, die durch Musik ausgelöst werden, im ganzem Gehirn wahrnehmen. Besonders stark ist die Wahrnehmung im auditiven Kortex, der normalerweise für die Tonverarbeitung verantwortlich ist. Besonders im Kindesalter nutzt das junge Gehirn den Vorteil, Vibrationen dort zu verarbeiten, wo normalerweise die Verarbeitung von Tönen stattfindet. Wenn der Körper in taktiler und somatossensorischer Weise stimuliert wird, erfolgt gleichzeitig auch eine positive Stimulation des limbischen Systems. Die dadurch hervorgerufene positive emotionale Aktivierung ist für das motorische Lernen genauso von Bedeutung, wie die Informationen, die durch musikalisch- rhythmische Strukturen vermittelt werden und Einfluss auf die zeitlich- dynamischen Gestaltung einer Bewegung nehmen. Die Wirkungen des Musica Medica Prinzips sollen in einem speziell konstruierten Experiment für das Fachgebiet Gymnastik /Tanz hinterfragt werden.Es wir ein Lernexperiment im Landesbildungszentrum in Halberstadt durchgeführt, das eine theoriegestützte sowie empirisch kontrollierte Einwirkung auf den motorischen Lernprozess im Fachgebiet Gymnastik/Tanz bei gehörlosen und gehörgeschädigten Kindern gestattet. Zugrundegelegt wird ein Experimentalgruppenvergleich. Die Experimentalgruppe1 arbeitet im Sportunterricht während der Ausführung der gymnastisch-tänzerischen Übungen mit der Musica- Medica- Methode und die Kontrollgruppe führt alle tänzerisch-gymnastischen Übungen ohne die taktile Stimulation aus.

Schlagworte

Bewegungsrhythmus, Gymnastik, Knochenhörer, Kommunikation, Musica Medica Therapie, Tanz, koodinative Fähigkeiten, motorisches Lernen
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