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Die mitochondriale Wirkung des Antibiotikums Minocyclin
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Eine große Proteinpore, die sich über die innere und die äußere Mitochondrienmembran erstreckt, die Permeability Transition Pore (PTP), spielt eine Schlüsselrolle bei der Apoptose. Vor einigen Jahren bestand die Hoffnung, dass Blockade dieser Pore durch das zu den Tetracyclinen gehörende Antibiotikum Minocyclin Apoptose unterdrücken könnte. Nach erfolgreichen in vitro- und in vivo-Experimenten musste eine großangelegte klinische Studie an Patienten mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS) abgebrochen werden, weil es einigen Patienten unter Minocyclin schlechter ging. In Zusammenarbeit der Profs. P. Schönfeld, D. Siemen und L. Wojtczak zeigten wir, dass Minocyclin Magnesiumionen in der Matrix bindet und dadurch einen Chlorid- und einen Kaliumkanal in der inneren Membran öffnet, was den schädlichen Effekt erklärt. Zusätzlich wird das Mitochondrium für NAD+ und Cytochrom c permeabilisiert, wodurch die Atmungskettenfunktion zusammenbricht. Damit scheint Minocyclin als Neuroprotektivum ungeeignet zu sein.

Kooperation:
Prof. Dr. Peter Schönfeld, Institut für Biochemie und Zellbiologie, OvG-Universität, Magdeburg Prof. Lech
Wojtczak Ph.D., Nencki Institute of Experimental Biology, Academy of Science, Warschau

Schlagworte

Atmungskette, Innere Mitochondrienmembran, Magnesium, Minocyclin, Mitochondrien, Permeability Transition Pore, Tetracyclin
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