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m2 Maßnahmen für ostdeutsche Jugendliche und Jungerwachsenen an der "zweiten Schwelle"
Finanzierung:
Bund;
m2 Maßnahmen für ostdeutsche Jugendliche und Jungerwachsenen an der "zweiten Schwelle"
Nachwuchsstau und Probleme an der zweiten SchwelleSeit der Mitte der 90er Jahre ist die Aufnahmefähigkeit der ostdeutschen Beschäftigungsstrukturen für Nachwuchskräfte weitaus geringer als einem normalen Generationenaustausch entsprechen würde. Dies ist das Ergebnis von zwei Tatbeständen: Auf der einen Seite verlassen derzeit sehr geburtenstarke Jahrgänge das Bildungs- und Ausbildungssystem; auf der anderen Seite bewirkten die massiven Frühverrentungsprogramme zu Beginn der 90er Jahre, dass seit einem Jahrzehnt nur mehr sehr wenige Männer aus Erwerbstätigkeit in Rente gehen. Nachdem längere Zeit die Überzeugung vorherrschte, dass die hiermit verbundenen massiven Schwierigkeiten ostdeutscher Jugendlicher bei der Berufseinmündung vor allem durch die Bereitstellung zusätzlicher (betrieblicher und außerbetrieblicher) Ausbildungsplätze überwunden werden könnten, wird in jüngster Zeit zunehmend deutlich, dass:- im Unterschied zu den Erfahrungen aus den alten Bundesländern der Abschluss einer Berufsausbildung noch keineswegs einen erfolgreichen Einstieg in Erwerbstätigkeit sichert und - die wirklich gravierenden Probleme erst an der zweiten Schwelle, beim Übertritt von Ausbildung in Erwerbstätigkeit, auftreten. Diesen Problemen an der zweiten Schwelle und der Frage nach erfolgversprechenden Wegen zu ihrer Lösung gilt das Interesse des Forschungsvorhabens. Dabei wird in folgenden drei Stufen vorgegangen: In der erste Stufe wird anhand verfügbarer Daten ein Überblick zu Maßnahmen an der zweiten Schwelle geschaffen. Im Zentrum der zweiten Stufe steht eine Breitenerhebung bei Maßnahmeträgern und Maßnahmeteilnehmern. Dabei sollen die Maßnahmen hinsichtlich ihrer push- und pull-Orientierung differenziert werden. Aufgabe der dritten Stufe ist die Intensivanalyse ausgewählter Maßnahmen. In diesem Zusammenhang wird geprüft, inwieweit die unterschiedlichen Maßnahmetypen positiven Einfluss auf die Erwerbschancen Jugendlicher mit erfolgreich abgeschlossener Berufsausbildung und ohne sofortige Anschlussbeschäftigung ausüben.

Schlagworte

Jugendliche an der zweiten Schwelle

Publikationen

2006
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Kontakt

Dipl.-Soz. Bettina Wiener

Zentrum für Sozialforschung Halle e.V.

Schwerpunkt Arbeitsmarkt, Ausbildungssysteme, Einmündungs- und Berufsverläufe

Großer Berlin 14

06108

Halle (Saale)

Tel.+49 345 9639600

Fax:+49 345 9639601

wiener(at)zsh.uni-halle.de

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