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Macht und Subversion von Macht in und um Comics
Projektbearbeiter:
M.A. Malte Zander
Finanzierung:
Land (Sachsen-Anhalt) ;
Das Zentrum des Promotionsprojekts  bildet die Thematik  Machtdiskurse und ihre Auswirkungen. Dazu sollen ausgewählte Comics nach Methoden der Cultural Studies, also der Analyse von Alltagskultur auf ihre "diskursiven, politischen und lebensweltlichen Kontexte hin", und des New Historicism untersucht und die in ihnen bestehenden Machtverhältnisse herausgearbeitet werden. Zusätzlich wird die jeweilige zeitgenössische Debatte zu Comics dokumentiert und analysiert und im Hinblick darauf betrachtet, ob und inwiefern es Parallelen zwischen den Diskursen zwischen etablierten Medien und etablierter Kulturindustrie einerseits und dem neuen Medium Comic andererseits und den in den Comics verarbeiteten Machtverhältnissen gibt. Ziel ist es, die Verflechtung dieser medien-externen Machtdiskurse mit medien-internen Machtdiskursen zu untersuchen und zu klären, inwiefern sich die Hinterfragung und Veränderung allgemein akzeptierter Machtstrukturen und Konventionen in Comics auf die allgemeine Haltung gegenüber Comics auswirkt. Dabei sollen Comics aus mehreren Epochen betrachtet werden: neben den comic books der 1930er und 1940er Jahre mit ihren Superhelden kommen auch deren Vorläufer aus dem comic strip und deren Nachfolger (Horrorcomics der 1950er Jahre) sowie Beispiele der Independent beziehungsweise Underground Comics der 1970er  Jahre in Blick. Dabei findet die Betrachtung auf zwei Ebenen statt. Einerseits werden die Comics selbst betrachtet werden, andererseits der Umgang mit dem seinerzeit neuen Medium. Durch diese Verknüpfung kultur- bzw. medienhistorischer und literaturhistorischer Betrachtung will die Arbeit zum besseren Verständnis der Entwicklung des Mediums Comics beitragen und darüber hinaus in ihrer thematischen Fokussierung herausarbeiten, in welcher Weise kulturell relevante Machtkonstellationen repräsentiert und dadurch der Diskussion, Reflexion und möglicherweise kultureller Intervention in einem breiten Rezeptionsfeld zugänglich gemacht werden. Durch diese Verknüpfung kultur- bzw. medienhistorischer und literaturhistorischer Betrachtung will die Arbeit zum besseren Verständnis der Entwicklung des Mediums Comics beitragen und darüber hinaus herausarbeiten, in welcher Weise kulturell relevante Machtkonstellationen repräsentiert und dadurch der Diskussion, Reflexion und möglicherweise kultureller Intervention in einem breiten Rezeptionsfeld zugänglich gemacht werden.

Schlagworte

Comics, Machtdiskurse, Populärkultur
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