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Landnutzungskonflikte, Bodenreform und nachhaltiges Ressourcenmanagement im südlichen Afrika: Das Beispiel Namibia
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Im südlichen Afrika bestehen in zahlreichen Staaten Probleme hinsichtlich des Zugangs und der Nutzung von landwirtschaftlich nutzbaren Böden. Neben einer Vielzahl von aktuellen Ursachen (Bevölkerungszunahme, Politik etc.) bilden die koloniale Vergangenheit dieser Länder und die daraus resultierende ungleiche Verteilung von landwirtschaftlichen Nutzflächen insbesondere zu Gunsten der weißen Siedler eine bis heute fortdauernde wesentliche Ursache dieser Problematik. Eine zusätzliche Komplikation besteht in den Nutzungsoptionen für diese meist knappen Flächen zwischen Devisen erwirtschaftenden kommerziellen Betrieben meist weißer Farmer einerseits und den Nutzungsansprüchen der mehr subsistenzwirtschaftlich ausgerichteten kleinbäuerlichen Produktionsformen der lokalen Bevölkerung andererseits. Der Umgang mit diesem kolonialen Erbe weist zum Teil erhebliche Unterschiede zwischen den Staaten des südlichen Afrikas auf. Namibias Landreformpolitik kann gegenwärtig als eine gemäßigte Reformpolitik eingestuft werden. Das Vorhaben untersucht auf Basis der unterschiedlichen naturräumlichen Ressourcenausstattung die gegenwärtigen Nutzungsformen in den verschiedenen Teilregionen des Landes und analysiert diese vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Landnutzungsengpässe und Konflikte, um auf dieser Basis die von der Regierung verfolgte Bodenreformpolitik zu bewerten. Insgesamt verfolgt das Forschungsvorhaben das Ziel der Erarbeitung von Lösungsoptionen für die Landwirtschaft, die eine Berücksichtigung der ökologischen, betriebswirtschaftlichen und politischen Nachhaltigkeit im Zuge der Landreform ermöglichen.

Schlagworte

Bodenreform, Landnutzung, Namibia, Ressourcenmanagement
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