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Klasse Hausärzte (m, w, d) - KLAHA
Finanzierung:
Haushalt;
Innovatives Lehrprojekt: Klasse Hausärzte (m, w, d) - KLAHA

Steuerkreis: Katja Bachmann, M.mel.; Dr. Silke Brenne, MPH; Annette Lehnert; Dr. Robin John
Wissenschaftliche Begleitung: Prof. Dr. med. Markus Herrmann; Dr. Silke Brenne, MPH; Katja Bachmann, M.mel.

Projektart: Das Lehrprojekt "Klasse Hausärzte (m, w, d)" - KLAHA ist ein innovatives Lehrkonzept des Instituts für Allgemeinmedizin der Medizinischen Fakultät Magdeburg für Medizinstudierende mit wissenschaftlicher Begleitung, welches den Studierenden die Arbeitsweisen der Allgemeinmedizin bereits ab dem 1. Semester nahebringt und den frühzeitigen Patientenkontakt durch Hospitationen ermöglicht. Durch die 1:1-Betreuung von didaktisch geschulten Mentoren/innen (Fachärzten/innen für Allgemeinmedizin) über den gesamten Studienzeitraum (1.-5. Studienjahr) soll das Projekt Studierende für die hausärztliche Versorgung begeistern und langfristig die landärztliche Versorgung sicherstellen.

Kurzbeschreibung: Durch eine 1:1-Betreuung von Studierenden durch hausärztliche Mentoren/innen lernen Studierende ab dem ersten Semester während der Hospitationstage praxisnah die Primärversorgung kennen: Zum einen wird der Theorie-Praxis-Transfer unterstützt, da das in den theoretischen Fächern erworbene Wissen direkt veranschaulicht und dem Kenntnisstand der Studierenden entsprechend umgesetzt wird. Zum anderen wird den teilnehmenden Studierenden durch praxisnahe Begleitseminare weiteres Grundlagenwissen für die ärztliche Tätigkeit vermittelt, wozu Seminareinheiten zu Kommunikationstechniken der Arzt-Patienten-Kommunikation, zu Untersuchungstechniken u.a. geplant sind. Durch die (Mit-)Versorgung eines Langzeitpatienten während der Hospitationen bei den hausärztlichen Mentoren/innen wird die langjährige Arzt-Patienten-Beziehung in der Hausarztmedizin den Studierenden erlebbar gemacht. Bereits in internationalen und nationalen Publikationen konnte gezeigt werden, dass die kontinuierliche "rural exposure" - der Kontakt zur niedergelassenen landärztlichen Medizin - bei Studierenden die Wahrscheinlichkeit erhöht, später in der ländlichen Versorgung tätig zu sein und langfristig zu einer Verbesserung der allgemeinmedizinischen Versorgung v.a. in von Unterversorgung betroffenen bzw. bedrohten Gebieten führen kann (vgl. z.B. Kwan et al. 2017; Wenghofer et al. 2017).
Das Projekt wird, im Rahmen der partizipativen Qualitätsentwicklung, durch Evaluationen mit den unterschiedlichen Akteuren (Studierende, Mentoren, Lehrende u.a) wissenschaftlich begleitet. Um zu eruieren, welche Kompetenzen die Studierenden durch das Lehrprojekt erlangt haben, werden sowohl selbst entwickelte als auch bereits evaluierte Erhebungsinstrumente (z.B. BEvaKomp) mit einem Mixed-Methods-Design verwendet. Der partizipative Ansatz ermöglicht eine nutzerzentrierte Qualitätsentwicklung des gesamten Lehrkonzepts. Die im Rahmen der Implementierung des Lehrkonzepts gemachten Erfahrungen und Ergebnisse werden sowohl regional als auch national und international publiziert (Tagungen, Kongresse, (Fach)Zeitschriften etc.).

Projektziel: Nach dem Aufbau des Modellprojekts Klasse Hausärzte (m, w, d) in der 5-jährigen Implementierungsphase (Lehr-Beginn Wintersemester 2019/20) mit wissenschaftlicher Begleitung wird der Übergang in den Regelbetrieb angestrebt.
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