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Innovative approaches in pork production with entire males (IPEMA)
Finanzierung:
EU - COST;
Die betäubungslose Kastration von männlichen Ferkeln wird derzeit als inakzeptable Methode eingestuft. Die Vertreter der Schweinefleischerzeugungskette haben sich auf den freiwilligen Verzicht der betäubungslosen Kastration von männlichen Ferkeln bis zum 1. Januar 2018 geeinigt. Die Erzeugung von intakten Ebern (entire males=EM) oder Immunokastraten (immunocastrates=IC; gegen den Ebergeruch geimpfte Eber) führt zu neuen Herausforderungen hinsichtlich der Produktqualität (Nachweis und Minimierung von Ebergeruch und Anpassung an extreme Magerfleischanteile), spezifischer Fütterungsempfehlungen und eines angemessenen Haltungsmanagements zur Verminderung des Ebergeruchs unter Beachtung von Tierschutzaspekten (Aggressionen und Sexualverhalten). Daher erfordert die Erzeugung von EM und IC ein vollkommen neu überdachtes ganzheitliches System der Schweinefleischerzeugung und Innovationen auf allen Stufen der Nahrungskette, um ein hohes Maß an Nachhaltigkeit und Produktqualität zu erreichen. Teilweise wurden einige dieser Aspekte schon zuvor untersucht, dennoch gibt es nach wie vor eine ganze Bandbreite von ungelösten relevanten Problemen. Zudem existieren zwischen den west- und osteuropäischen Ländern unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich traditioneller Produktionssysteme und der öffentlichen Wahrnehmung der Problematik unter Tierschutzgesichtspunkten. Eine verbesserte Forschungskoordination und Ausbildung von Nachwuchsforschern auf internationaler Ebene würde maßgeblich die Forschungseffizienz sowie die Wissensgenerierung und den Wissenstransfer erheblich beschleunigen. Die COST Aktion wird durch das Arbeiten in Netzwerken Innovationen vorantreiben, indem wissenschaftsbasierte beste Praktiken entwickelt und verbreitet werden, um eine gute Erzeugungsqualität von EM und IC zu erreichen. Sie wird damit die Fleischindustrie bei der Anpassung an diese Herausforderungen zur Herstellung gleichwertiger Produkte von EM und IC unterstützen, die auch den regional spezifischen Verbraucheransprüchen gleichermaßen genügen.

Anmerkungen

Kooperation von 61 Wissenschaftlern aus 21 Ländern Koordination: Universität Hohenheim

Schlagworte

Kastration, Schweine

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