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Identifikation genetischer Risikomarker der koronaren Herzerkrankung
Finanzierung:
Haushalt;
Die Atherosklerose ist eine komplexe Erkrankung, zu deren Entstehung mehrere biologische Subsysteme beitragen. Der Nachweis und die Behandlung der etablierten Risikofaktoren führten zwar zu einer Erniedrigung der Inzidenz der koronaren Herzerkrankung. Trotzdem stellt die KHK in den westlichen Ländern weiterhin die häufigste Todesursache dar. Es ist zudem unbestritten, dass ein gewisser Anteil an jungen/jüngeren Menschen ohne "klassische" Risikofaktoren eine KHK entwickeln bzw. einen Myokardinfarkt erleiden. 50% der Infarktpatienten weisen z. B. keine Hypercholesterinämie auf. Daher ist in den letzten Jahren die Suche nach Polymorphismen als Risikoindikatoren der KHK in sog. Kandidatengenen der Atherosklerose intensiviert worden. Dabei weist die Kenntnis von genetischen Risikoindikatoren zwei wesentliche Vorteile auf. (1) Größerer prädiktiver Wert der genetischen Risikoindikatoren: Der Genotyp hat einen stärkeren Vorhersagewert für das individuelle Risiko der KHK als z. B. der Plasmaproteinspiegel, weil letzterer intrinsischen Schwankungen unterworfen ist. (2) Nachweis der genetischen Risikoindikatoren in früheren Lebensabschnitten: Genetische Risikoindikatoren sind prinzipiell auch in den frühesten Lebensabschnitten nachweisbar, während sich bestimmte Risikofaktoren der KHK, wie z.B. der arterielle Hypertonus oder der Diabetes erst im Laufe von Jahrzehnten entwickeln. Die Kenntnis von genetischen Risikoindikatoren der KHK würde daher für die primäre Prävention dieser Erkrankung den Vorteil bieten, dass die Disposition zur KHK vor Ausbruch der Erkrankung erkannt und entsprechende diagnostische und therapeutische Maßnahmen rechtzeitig ergriffen werden könnten. Es wurde daher eine Studienpopulation von Herzgesunden und von Patienten mit KHK und/oder Myokardinfarkt etabliert (n = 3392), an der die Verteilung von Genotypen verschiedener Genpolymorphismen zwischen Gesunden und Erkrankten untersucht wurde. Es konnte eine Assoziation verschiedener Genvariationen zum Risiko und Schweregrad der KHK und zum Risiko des Myokardinfarktes nachgewiesen werden. Im Mittelpunkt des Interesses abschließender Untersuchungen standen Polymorphismen von Metalloproteinasen. Diese Proteine spielen vor allem bei den durch Plaque-Ruptur hervorgerufenen Herzinfarkten eine wichtige Rolle. Es konnte nachgewiesen werden, dass Polymorphismen im Stromelysin-1 sowie im Gelatinase-Gen mit dem Schweregrad der koronaren Herzerkrankung assoziiert waren. Zukünftige prospektive Studien an großen Populationen sollen vor allem die Wechselwirkungen zwischen den funktionell relevanten Polymorphismen charakterisieren. Diese Untersuchungen würden die Definition von genetischen KHK-Risikoprofilen unter Berücksichtigung der etablierten Risikofaktoren ermöglichen.

Schlagworte

Genpolymorphismen, Herzinfarkt, koronare Herzerkrankung
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