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IBÖM02: CapAcidy - Bio-basierte Capron- und Caprylsäure ¿ Herstellung, Aufreinigung, Vermarktungsstrategie, Teilprojekt B
Finanzierung:
Bund;
n-Capron- (C6) und n-Caprylsäure (C8) sind Spezialchemikalien, die nach entsprechenden chemischen Modifikationen ein sehr breites Anwendungsspektrum haben. Durch eine spezielle Verfahrensführung könnten sie in bestehenden Biogasanlagen hergestellt werden. In der Biogasbranche stehen durch die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2014 (EEG 2014) sowie die auslaufende Förderung durch das EEG für Altanlagen Umbrüche an. Daher besteht aktuell ein erhöhter Bedarf an alternativen Nutzungsmöglichkeiten, z. B. in Form von zusätzlichen Wertschöpfungsketten im Sinne einer Bioraffinerie. Mit der Produktion von Capron- und Caprylsäure aus heimischen Biomassen sowie Rest- und Abfallstoffen an Biogasanlagen wäre zudem eine alternative, nachhaltige Möglichkeit zur Herstellung dieser Carbonsäuren gegeben, da derzeitig eingesetzte Rohstoffe wie Palmkern- und Kokosöl ersetzt werden können.

Übergeordnetes Ziel des CapAcidy-Projektes ist es, die Machbarkeit einer innovativen Produktionskette zur Gewinnung von Capron- und Caprylsäure, deren Abtrennung aus der Fermentationsbrühe und die Anwendung in konkreten Produkten nachzuweisen. In der Entwicklung der Produktionskette für Carbonsäuren gilt es, die Schritte anaerobe Fermentation, Separation (Fest-Flüssig-Trennung, Flüssig-Flüssig-Extraktion, Destillation) und chemische Modifikation (Veresterung, Sulfonierung) möglichst effizient zu kombinieren. Die Verwendung soll anhand eines Einsatzes in Reinigungs- und Schmiermitteln überprüft werden. Es soll ein neues Nutzungskonzept für Biogasanlagen entwickelt werden, welches bestehendes Knowhow der Anlagenbetreiber und vorhandene Infrastrukturen am Standort mit einer innovativen Betriebsweise und zusätzlichen technischen Komponenten zur Produktion und Extraktion der Carbonsäuren verbindet. Durch eine enge Kooperation zwischen Industriepartnern, Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsexperten soll eine möglichst marktorientierte Verwertung kontinuierlich im Vordergrund stehen.

Schlagworte

Biogasanlagen, EEG 2014, Spezialchemikalien
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