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Heteroplasmie der mitochondriellen D-loop astrozytärer Tumore im Vergleich zum tumorfreien Hirn

Projektleiter:
Projektbearbeiter:
E. Kirches, M. Michael, G. Krause
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
In diesem Projekt wurden quantitative Verschiebungen zwischen präexistenten heteroplasmischen Sequenzvarianten der mtDNA, sowie somatische Mutationen der mtDNA in astrozytären Tumoren unterschiedlicher Anaplasiegrade untersucht. Zu Beginn wurden an wenigen Fällen Klonierungen der mtDNA aus Tumorgeweben und zum Teil aus korrespondierendem Tumor-freiem Hirngewebe vorgenommen. Diese bewiesen eine häufige Heteroplasmie der im Hirngewebe und im Tumorgewebe. Diese trat vor allem in einem homopolymeren Cytosin-Trakt im Bereich des konservierten Sequenzblockes 2 der D-loop auf. Dieser homopolymere Trakt greift ist in doppelter Hinsicht für die Replikation der mtDNA wesentlich, für die Initiierung und Prozessierung eines RNA-Primers der DNA-Synthese. Trotzdem gibt es gerade in diesem Bereich einen Längenpolymorphismus. Mithilfe einer spezifischen PCR-Methode wurde dieser Trakt an großen Fallzahlen analysiert. Verschiebungen einer bereits im Hirn existierenden Heteroplasmie traten häufig in den Tumoren auf, potebtielle Neumutationen seltener (12 % in Glioblastomen). Weiter fanden sich auch Längeninstabilitäten in anderen repeat-Regionen und in seltenen Fällen Häufungen von Basen-Transitionen z.T. im gesamten mt-Genom. Leider ergaben sich bislang keine definierten Stadien-Assoziationen. Die Sequenzalterationen eignen sich jedoch als klonale Tumorzellmarker für einige Fragestellungen der Tumorausbreitung. In einigen anderen Tumor-Entitäten werden mtDNA-Alterationen jedoch als hochsensible Tumorzellmarker in Körperflüssigkeiten diskutiert.

Schlagworte

Trakt, homopolymerer

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