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Generierung und Charakterisierung einer knock-in Maus, die BDNF-YFP unter Kontrolle der endogenen regulatorischen Elemente des BDNF-Gens exprimiert.

Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
BDNF (brain-derived neurotrophic factor) ist ein aus Nervenzellen des ZNS sekretiertes Peptid aus der Familie der sog. Neurotrophine. Neben der Steuerung von  Wachstums- und Überlebensfunktionen während der neuronalen Entwicklung erfüllt BDNF wichtige Funktionen als interzellulärer Botenstoff bei der synaptischen Plastizität (die Grundlage für Lern- und Gedächtnisprozesse ist) und bei der Pathophysiologie neurodegenerativer Erkrankungen.

Um diese Funk­tio­nen besser zu verstehen, ist es von zentraler Bedeutung, den Transport des Proteins entlang von Axonen und Dendriten und die lokale (synaptische) Sekretion des Faktors in situ und in vivo sichtbar zu machen. Zu diesem Zweck wird in dem vorliegenden Projekt die Generierung einer Mausmutante angestrebt, die funktionelles BDNF-YFP (yellow fluorescent protein) unter Kontrolle der endogenen regulatorischen Elemente des BDNF-Genlokus exprimiert. Dieses Mausmodell wird es erstmalig erlauben, die BDNF-Synthese und -Ausschüttung unter physiologi­schen Ex­­pres­­sions­­­bedingungen mit Hilfe hochauf­lö­sen­der Fluo­res­zenz-Mikroskopie zu ver­folgen und mit synaptischen Plastizitätsvorgängen zu korrelie­ren. Die Maus­mo­del­le sollen dann mit Mauslinien gekreuzt werden, die hu­ma­ne Pathophy­siologien mo­del­lieren (z.B. Morbus Alzheimer, Morbus Huntington). In den resultierenden doppelt-transgenen Mäu­sen können dann krankheits­relevante Verän­de­run­gen des BDNF-Stoffwechsels live analysiert werden.

Anmerkungen

Kooperationsprojekt mit Prof. Dr. Beat Lutz (Mainz)

Schlagworte

BDNF-GFP, Lernen und Gedächtnis, Morbus Alzheimer, Morbus Huntington, Synaptische Plastizität

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