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Folgeprojekt Sand-Silberscharte (Jurinea cyanoides) Pflege und Stärkung von Populationen in Sachsen-Anhalt
Projektbearbeiter:
Dipl.-Ing. (FH) Florian Kommraus
Finanzierung:
Land (Sachsen-Anhalt) ;
Die in Anhang II und IV der FFH-Richtlinie geführte Sand-Silberscharte (Jurinea cyanoides) ist in Deutschland und Sachsen-Anhalt stark gefährdet und im Rückgang begriffen. Den 20 aktuellen Vorkommen in Sachsen-Anhalt stehen mindestens 46 erloschene gegenüber. Die Silberscharte bevorzugt kontinentale Sandtrockenrasen, Gefährdungen bestehen in der Aufgabe der Nutzung, Stickstoffeintrag über die Luft und einem Schließen der Vegetationsdecke durch konkurrenzstarke Gräser. Im Vorgängerprojekt wurden an zwei Fundpunkten an der Elbe (Sandtrockenrasen nördlich Gödnitz / Alter Heutrockenplatz Steckby) der Lebensraum durch Gehölzentnahme und Oberbodeninversion wieder hergestellt. Die individuenschwachen Populationen wurden durch Einbringen von Samen aufgewertet. An den beiden Standorten Mühlenberg (Steckby, Elbgebiet) und Weinberg Ost (Blankenburg, nördliches Harzvorland) erfolgten Wiederansiedlungen mit gebietsheimischem Samen, in der Oranienbaumer Heide (Elbgebiet) an zwei Stellen Ansiedlungen.
Im Folgeprojekt werden die Populationen im Rahmen einer Nachpflege betreut und eine Erfolgskontrolle durchgeführt. In einem systematischen Versuch wird in zwei Populationen an der Elbe der Erfolg unterschiedlicher Wiederherstellungsmethoden (Oberbodeninversion, Sodenschüttung, Mahd) untersucht.
Weitere Standorte werden über eine Mahd gepflegt.

Schlagworte

FFH-Richtlinie, Fauna-Flora-Habitat, Jurinea cyanoides, Populationsstärkung, Renaturierung, Sand-Silberscharte, Wiederansiedlung, Zielarten
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