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Fachkräftemangel und demografischer Wandel. Eine Untersuchung in Bitterfeld, Leuna und Schkopau
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Das zsh erstellt im Auftrag des Qualifizierungsförderwerkes Chemie (QFC) eine Expertise zur Fachkräftesituation in der ostdeutschen Chemie mit dem Titel "Demographische Turbulenzen führen von der Arbeitsplatz-zur Fachkräftelücke".
Bereits heute fehlen auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt Spezialisten in verschiedenen Wirtschaftsbereichen und in der Zukunft wird für viele Qualifikationen ein Fachkräfte-mangel erwartet. Wenn dem Fachkräfteproblem nicht entgegengewirkt wird, kann dies das Überleben vieler Unternehmen gefährden. Aus diesem Grund wird in einer Expertise das demographische Problem dargestellt und es werden Wege beschrieben, um der bereits heute absehbaren Entwicklung eines Fachkräftemangels entgegenzuwirken.
Die Expertise gliedert sich in vier Kapitel. Im ersten Kapitel werden die turbulenten demographischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte in Ostdeutschland und deren Auswirkungen auf den ostdeutschen Arbeitsmarkt beschrieben. Im zweiten Kapitel wird thematisiert, dass das demographische Problem in vielen Unternehmen nach wie vor nichtangekommen ist. Im dritten Kapitel wird die aktuelle Fachkräftesituation für die Chemie Sachsen-Anhalt ausgewertet. Und im vierten und abschließenden Kapitel werden Wege aus der "demographischen Falle" beispielhaft skizziert.

Die Studie baut auf aktuelle Ergebnisse bundesweit einschlägiger Wissenschafts-einrichtungen sowie auf umfängliche Arbeiten, die im zsh entstanden, auf und greift außerdem auf vielfältige Fachgesprächen zurück, die in den letzten Jahren mit Unternehmern und wirtschafts- wie arbeitsmarktpolitischen Akteuren geführt wurden bzw. speziell für diese Expertise im Sommer 2008 stattfanden.

Außerdem hat das zsh zum Thema Fachkräfteentwicklung im Frühsommer 2008eine telefonische Umfrage an drei mitteldeutschen Chemiestandorten durchgeführt. Mit der Untersuchung,  ebenfalls im Auftrag des QFC durchgeführt, konnte der aktuelle betriebliche Fachkräftebedarf und Wege zur weiteren Fachkräftesicherung in der ostdeutschen Chemieindustrie beispielhaft aufgezeigt werden.

Ebenfalls im Auftrag des QFC fand im Sommer 2008 eine Mitarbeiterbefragung in fünf Chemieunternehmen des Standortes Bitterfeld-Wolfen zum Thema "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" statt, an der sich 189 Mitarbeiter/innen beteiligten. Anders als
 vermutet beschäftigt dieses Thema nicht nur Frauen, auch wenn sie hier nach wie vor  den Ausschlag geben. Mit der zunehmenden Übernahme familiärer Verpflichtungen durch die Männer bringen sich auch diese immer mehr in die Diskussion mit ein. Interesse weckte das Thema vor allem Mitarbeiter/innen in Schichtarbeit, besonders Alleinerziehenden, Familien mit Kindern im betreuungspflichtigen Alter und Familien mit Pflegefällen. Die Studie zeigt vor allem, wie die beruflichen Herausforderungen mit den familiären Verpflichtungen in Einklang gebracht werden und an welchen  Stellen Unterstützung dringend notwendig wird.

Schlagworte

Fachkräftemangel und demografischer Wandel, Fachkräftestudie Chemie
Kontakt

Dipl.-Soz. Bettina Wiener

Zentrum für Sozialforschung Halle e.V.

Schwerpunkt Arbeitsmarkt, Ausbildungssysteme, Einmündungs- und Berufsverläufe

Großer Berlin 14

06108

Halle (Saale)

Tel.+49 345 9639600

Fax:+49 345 9639601

wiener(at)zsh.uni-halle.de

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