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Entwicklung von Aptameren für Biosensoren
Projektbearbeiter:
Regina Stoltenburg, Alexander Ach
Finanzierung:
Stiftungen - Sonstige;
Im Projekt wurde eine gentechnischen Methode zur Entwicklung von Aptameren als neue Erkennungselemente für Biosensoren in der Umwelt- und Lebensmittelanalytik etabliert. Aptamere sind kurze einzelsträngige Nukleinsäure-Oligomere (ssDNA- oder RNA-Moleküle), die sich durch die Ausbildung einer spezifischen, komplexen dreidimensionalen Struktur, die sie zur passgenauen Bindung nukleinsäurefremde Moleküle mit hoher Affinität und Spezifität befähigt, auszeichnen. Mittels eines evolutiven Verfahrens (SELEX = Systematic Evolution of Ligands by Exponential Enrichment) werden aus einem großen Pool von Oligomeren mit variablen Sequenzabfolgen die besonders gut an das Zielmolekül bindenden Oligonukleotide (Aptamere) selektiert. Neben ihrer bisherigen Bestimmung überwiegend für medizinisch / pharmakologische Forschung bieten sie auch die Möglichkeit zur Entwicklung neuer Biosensoren für Analyte, die mit bisher verwendeten Rezeptoren noch nicht zugänglich waren (z.B. toxische bzw. nichtimmunogene Substanzen). Im Projekt wurde der SELEX - Prozess anhand des Modellanalyten Streptavidin (gekoppelt an magnetic beads) erarbeitet. Einige der gewonnenen Aptamere wurden charakterisiert. Der Projektpartner IBV Dresden hat ein Konzept für eine Messgeräteentwicklung für Aptamer-Biosensoren erarbeitet.Die Projektergebnisse fließen direkt in die laufenden Forschungen der Arbeitsgruppe ein (Promotionsarbeit zur Entwicklung von Aptameren zum Nachweis von Schimmelpilzen) und sind die Basis für weitere Forschungsarbeiten, die modernsten internationalen Trends auf dem Gebiet der Biosensorik entsprechen.

Schlagworte

Aptamere, Biosensor
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