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Einfluss des Retrograden Autologen Priming (RAP) auf die Sicherheit und Effizienz des Kardiopulmonalen Bypasses (CPB) und den Transfusionsbedarf - RAP-Studie
Projektbearbeiter:
Kraus, Ludwig-Kraus, Raspe, Petrov, Stiller, Simm, Silber
Finanzierung:
Industrie;
Im Rahmen des Projektes wird bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung oder Aortenklappenerkrankung, die sich einer Operation am offenen Herzen unter Anwendung der Herz-Lungen-Maschine (kardiopulmonaler Bypass (CPB)) unterziehen müssen der Ersatz eines Teils der kristalloiden Priming-Lösung der Herz-Lungen-Maschine zu Beginn der Operation mit dem Eigenblut des Patienten, sowohl in retrograder als auch antegrader Flussrichtung über die venöse und arterielle Kanüle erfolgen. Dieses Vorgehen ist als Retrogrades Autologes Priming (RAP) bekannt. Das auf diese Weise reduzierte kristalloide Füllvolumen des Perfusionskreislaufs führt zu einer geringeren intraoperativen Hämodilution des Patienten und erlaubt die Beibehaltung höherer Hämatokrit-Werte während der Operation. Da der intraoperative Hämatokrit-Wert als Trigger für die homologe Bluttransfusion fungiert, sollte die RAP-Technik die Sicherheit des kardiopulmonalen Bypasses mit extrakorporaler Zirkulation erhöhen und die assoziierten Kosten, sowohl die direkten Kosten der Bluttransfusionen als auch die Behandlungskosten für die damit verbundenen Nebenwirkungen senken. Der neu eingeführte RAP-Beutel (Terumo) wurde für das oben erläuterte RAP Verfahren in Verbindung mit einem konventionellen CPB-Systems entwickelt mit der Intension negative Effekte wie entzündliche Reaktion, Hämolyse, Hämodilution, Störungen der Blutgerinnung und post-operative Komplikationen zu verringern. Die RAP-Studie ist eine prospektive, monozentrische, randomisierte klinische Studie, die die Sicherheit und Wirksamkeit des RAP Verfahrens und die Eignung des CE zertifizierten TERUMO RAP-Beutels bewerten soll.

Schlagworte

extrakorporale Zirkulation, kardiopulmonaler Bypass (CPB), retrogrades autologes priming(RAP)
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