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Eigendynamiken der Bioenergiepolitik in Deutschland. Eine Politikfeldanalyse vor dem Hintergrund von Bioökonomie, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft (PhD-Projekt)
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Fördergeber - Sonstige;
Eigendynamiken der Bioenergiepolitik in Deutschland. Eine Politikfeldanalyse vor dem Hintergrund von Bioökonomie, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft (PhD-Projekt)
Die Rolle von Bioenergie im Energiesystem und ihre politische Regulierung werden aktuell vor dem Hintergrund von Debatten um Bioökonomie, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft neu verhandelt. In dieser Dissertation wird die Bioenergiepolitik in Deutschland als konzeptioneller Teilbereich der Bioökonomiepolitik und als Regelungsfeld der Energiepolitik aus einer politikwissenschaftlichen Perspektive analysiert. Im Fokus stehen dabei politische Prozesse der Bioenergiepolitik im Strom- und Wärmesektor im Zeitraum von 2000 bis 2020. Die Arbeit geht aus dem Forschungsprojekt "Politische Prozesse der Bioökonomie zwischen Ökonomie und Ökologie - Bio-Ökopoli" hervor und verfolgt das Ziel, auf der Grundlage von fünf qualitativen Fallstudien auf europäischer, nationaler und subnationaler Ebene spezifische Eigendynamiken der Bioenergiepolitik in Deutschland zu indentifizieren und zu beschreiben.
Die Arbeit ist der Politikfeldanalyse zuzuordnen und basiert auf einer theoriegeleiteten qualitativen Inhaltsanalyse von Primärdokumenten und Expert:inneninterviews. Als theoretischer Rahmen dient der Ansatz eigendynamischer politischer Prozesse (AEP) von Michael Böcher und Annette Elisabeth Töller. Die Analyse politischer Prozesse der Bioenergiepolitik wird für drei Fallstudien entlang der AEP-Erklärungsfaktoren Problemstrukturen, Situative Aspeke, Insitutionen, Akteure und ihre Handlungen sowie Instrumentenalternativen im Detail dargestellt. Am Beispiel der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (Renewable Energy Directive, RED) werden politische Prozesse auf europäischer Ebene, am Beispiel des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) auf nationaler Ebene analysiert.
Die Gesamtergebnisse der Untersuchung zeigen, dass die Bioenergiepolitik in Deutschland von 2000 bis 2020 vor allem durch hochkomplexe Problemstrukturen, ihren Querschnittscharachter, Pfadabhängigkeiten, eine vielfältige, kleinteilige Akteurslandschaft, ein schwer zu überblickendes System politischer Regulierungen in unterschiedlichen Politikfeldern und durch emotionale Debatten geprägt ist. Die Fallstudien belegen am Beispiel der Bioenergiepolitik die Annahme, dass politische Prozesse keine reinen Problemlösungsprozesse sind und zeigen anhand ausgewählter Fälle auf, welche Einflussfaktoren, Mechanismen und Eigendynamiken den Verlauf politischer Prozesse und die daraus resultierenden Politikinhalte prägen.

Anmerkungen

Dissertation im Projekt Bio-Ökopoli
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