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Effekte der Robotertechnik PARO bei Menschen nach Schlaganfall
Finanzierung:
Stiftungen - Sonstige;
Der Neglect ist eine räumliche Wahrnehmungsstörung, die am häufigsten infolge eines rechtsseitigen Schlaganfalls auftritt. Charakteristisch für das Phänomen ist die Vernachlässigung der kontraläsionalen Körper- bzw. Raumhälfte. Häufig können Betroffene visuelle, akustische und taktile Reize auf der betroffenen Seite nicht mehr wahrnehmen. Therapeutische Ansätze zur Förderung der räumlichen Wahrnehmung in der Frühphase der Rehabilitation beruhen auf dem Prinzip der multisensorischen Stimulation. Die Darbietung möglichst vieler Reize soll zur aktiven Exploration der vernachlässigten Raum- bzw. Körperhälfte anregen. Konzepte zur Wahrnehmungsförderung sind fester Bestandteil pflegetherapeutischer Arbeit in der neurologischen Frührehabilitation. Pflegerische Interventionen zur Minderung räumlicher Wahrnehmungsstörungen in der frührehabilitativen Phase werden bislang weder zielgerichtet praktiziert, noch sind sie Gegenstand systematischer pflegerischer Untersuchungen und geben somit den Anlass zu vorliegendem Projekt. Im Rahmen der Studie dient die Robotertechnik PARO als therapeutisches Mittel zur multisensorischen Stimulation. PARO ist eine in Japan nach dem Vorbild einer Jungrobbe speziell für therapeutische Zwecke entwickelte Robotertechnik. Erste Untersuchungsergebnisse deuten darauf hin, dass der Einsatz dieser Robotertechnik eine gesteigerte Aktivität, eine vermehrte Interaktion und ein verbessertes Wohlbefinden auslöst. Das Ziel der Studie besteht darin, eine theoriegeleitete pflegetherapeutische Intervention für die Neurologische Frührehabilitation zu entwickeln und diese im Rahmen einer Pilotstudie in einer Fachklinik für Neurologische Frührehabilitation zu erproben.

Schlagworte

Neglect, Neurologische Frührehabilitation, Robotertechnik PARO
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