Dysregulation temporo-parietaler Netzwerke als Mechanismus von Gedächtnisbeeinträchtigung bei Alterung und Alzheimer-Erkrankung
Projektleiter:
Finanzierung:
Haushalt;
In diesem Projekt untersuchen wir die netzwerkdynamischen Mechanismen, über die Alzheimer-Pathologie und Alterung episodische Gedächtnisleistungen beeinträchtigen. Im Fokus stehen gerichtete Interaktionen innerhalb des temporo-parietalen Gedächtnis-Encoding-Netzwerks, modelliert mittels Dynamic Causal Modeling (DCM) von aufgabenbasierter fMRI während einer visuellen Gedächtnisaufgabe (FADE) in der multizentrischen DZNE-DELCODE-Kohorte.
Wir quantifizieren effektive Konnektivität zwischen der parahippokampalen Place Area (PPA), dem Hippocampus (HC) und dem Precuneus (PCU) und setzen diese Parameter in Beziehung zu Liquor-Biomarkern der Alzheimer-Pathologie (Aβ42/40, p-Tau-181), chronologischem Alter sowie sensitiven kognitiven Endpunkten. Nichtlineare Effekte und Interaktionen zwischen Amyloid- und Tau-Pathologie werden explizit mittels generalisierter additiver Modelle abgebildet.
Die Ergebnisse zeigen, dass eine reduzierte vorwärtsgerichtete Konnektivität von der PPA zum Hippocampus einen zentralen Mechanismus darstellt, über den Tau-Pathologie mit Gedächtnisbeeinträchtigungen verknüpft ist, wobei dieser Effekt durch Amyloid-Positivität verstärkt wird. Parallel dazu ist Alterung mit einer verminderten Neuheitsantwort, gestörter inhibitorischer Selbstregulation und dysregulierter Gain-Kontrolle der PPA assoziiert, konsistent mit funktioneller Hyperexzitabilität während des Encodings.
Effektive Konnektivitätsprofile – insbesondere PPA-zentrierte Input- und Modulationsmechanismen – erklären interindividuelle Unterschiede in Gedächtnisleistung und globaler Kognition (PACC5) und zeigen robuste prädiktive Validität. Insgesamt etabliert dieses Projekt gestörte temporo-parietale Netzwerkdynamik als mechanistisches Bindeglied zwischen molekularer Pathologie, altersassoziierter synaptischer Dysfunktion und kognitiver Beeinträchtigung und erweitert biomarkerbasierte Krankheitsmodelle der Alzheimer-Erkrankung um eine explizite netzwerk-dynamische Perspektive.
Wir quantifizieren effektive Konnektivität zwischen der parahippokampalen Place Area (PPA), dem Hippocampus (HC) und dem Precuneus (PCU) und setzen diese Parameter in Beziehung zu Liquor-Biomarkern der Alzheimer-Pathologie (Aβ42/40, p-Tau-181), chronologischem Alter sowie sensitiven kognitiven Endpunkten. Nichtlineare Effekte und Interaktionen zwischen Amyloid- und Tau-Pathologie werden explizit mittels generalisierter additiver Modelle abgebildet.
Die Ergebnisse zeigen, dass eine reduzierte vorwärtsgerichtete Konnektivität von der PPA zum Hippocampus einen zentralen Mechanismus darstellt, über den Tau-Pathologie mit Gedächtnisbeeinträchtigungen verknüpft ist, wobei dieser Effekt durch Amyloid-Positivität verstärkt wird. Parallel dazu ist Alterung mit einer verminderten Neuheitsantwort, gestörter inhibitorischer Selbstregulation und dysregulierter Gain-Kontrolle der PPA assoziiert, konsistent mit funktioneller Hyperexzitabilität während des Encodings.
Effektive Konnektivitätsprofile – insbesondere PPA-zentrierte Input- und Modulationsmechanismen – erklären interindividuelle Unterschiede in Gedächtnisleistung und globaler Kognition (PACC5) und zeigen robuste prädiktive Validität. Insgesamt etabliert dieses Projekt gestörte temporo-parietale Netzwerkdynamik als mechanistisches Bindeglied zwischen molekularer Pathologie, altersassoziierter synaptischer Dysfunktion und kognitiver Beeinträchtigung und erweitert biomarkerbasierte Krankheitsmodelle der Alzheimer-Erkrankung um eine explizite netzwerk-dynamische Perspektive.
Kontakt
Dr. rer. nat. Gabriel Ziegler
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Institut für Kognitive Neurologie und Demenzforschung
Leipziger Str. 44
39120
Magdeburg
Tel.:+49 391 6725054
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