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Corporate Governance und Machtindizes.
Projektbearbeiter:
Sidi Koné
Finanzierung:
Haushalt;
Ausgangspunkt des Projekts ist die Diskussion auf EU-Ebene über die Stimmgewichtung im Ministerrat. Dort lautet eine der Fragen: Gibt es eine "simple Formel", mit deren Hilfe diese Stimmgewichte für jedes Mitgliedsland in Abhängigkeit von seiner Bevölkerungszahl so festgelegt werden können, dass jedem Bürger dieselbe indirekte Macht zukommt? Diese Frage wird auf die Aktiengesellschaft übertragen: Lassen sich die Anteilzahlen so in Stimmgewichte umrechnen, daß die Macht pro Aktie für alle Anteile gleich ist? Am Beispiel einer Firma mit drei Anteilseignern läßt sich zeigen, daß eine allgemeine Formel zumindest für Mehrheitsabstimmungen nicht existiert. Das Forschungsziel ist zu ermitteln, ob kompliziertere (etwa mehrstufige) Abstimmungsverfahren es erlauben, die gleiche Macht pro Aktie sicherzustellen. Diese Frage ist ökonomisch relevant, weil die Möglichkeit zur Einflußnahme ein wertbildender Faktor ist; unterschiedliche Macht pro Aktie hätte also Preisverzerrungen zur Folge. Ein Anwendungsbereich bietet die anstehende Übernahme des VW-Konzerns durch Porsche weil es im Aufsichtsrat der entstehenden  Holding drei Gruppen (Anteilseigner, Porsche-Arbeitnehmer, VW-Arbeitnehmer) mit unterschiedlichen Stimmgewichten und z.T. divergierenden Interessen geben wird.Ein weiterer Anwendungsbereich ist die Analyse des unlängst modifizierten VW-Gesetzes (zus. mit Dr, Sidi Koné).

Schlagworte

Aktiengesellschaft, Banzhaf Power Index, shareholder value
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