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Chromatinstruktur und die Kontrolle von meiotischer Rekombination bei Drosophila; Schwerpunkprogramm "Mechanisms of Haploidization" der DFG

Projektbearbeiter:
Kathleen Heidrich, Sandro Lein
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Mit unseren Arbeiten wollen wir durch genetische, immunozytologische und molekulare Analysen am Drosophila Modellsystem epigenetische Prozesse aufklären, die meiotische Rekombination kontrollieren. In Drosophila Weibchen wird die Meiose in der proximalsten Struktur der Ovariole, dem Germanium initiiert, wenn die aus 16 miteinander verbundenen Zellen bestehende Zyste gebildet ist. SC (synaptonemaler Komplex)-Assemblierung und DSB (Doppelstrangbruch)-Bildung leitet unmittelbar nach Bildung der germarialen Zysten das meiotische Programm ein. Epigenetische Kontrolle von Crossover wird durch rekombinogene Effekte von PEV Suppressormutationen deutlich. Die Mutationen identifizieren Gene, die für Schlüsselfaktoren der Chromatinregulation wie Histon-Methyltransferasen und –Demethylasen kodieren. Erste hochauflösende Crossoveranalysen identifizierten putative „hot“ und „cold“ Spots sowie zeigen, dass Crossover offensichtlich präferentiell in intergenischen und Intronbereichen stattfindet. In unseren Arbeiten konzentrieren wir uns auf (1) hochauflösende genetische Analyse der Crossoververteilung in distalen und proximalen Regionen und ihrer epigenetischen Kontrolle durch systematische Analysen der Wirkung epigenetischer Faktoren, (2) der Analyse von Chromatinbindung und chromosomalen Verteilung epigenetischer Kontroll-faktoren an synaptonemalen Komplexen und (3) der Etablierung selektiver Techniken zur ChIP-Analyse an synaptonemalen Komplexen.

Schlagworte

Drosophila, epigenetische Kontrolle von Crossover, meiotische Rekombination

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