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Buddhistische Rechtsgeschichte (Fortsetzung)
Projektbearbeiter:
Petra Kieffer-Pülz
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Ziel des Forschungsvorhabens ist eine Untersuchung der Rechtsentwicklung in der Theravada-Tradition zwischen dem 5./6. und dem 12./13. Jh. n. Chr. anhand von Ganthipada-Zitaten (~"Erklärung schwieriger Begriffe) in der Vinaya-exegetischen Vajirabuddhi-Tika. Die Grundlage für diese Untersuchung bildet die Herstellung eines vollständigen annotierten Zitatenkatalogs (Text, Übersetzung, Ausleuchtung der historischen Parallelen und Hintergründe), wobei die in der Tika überlieferten Ganthipada-Zitate zusätzlich durch alphabetisch und sachlich geordnete Register aufgeschlossen werden sollen. Vajirabuddhis Werk bietet sich als ältester der nach der Samantapasadika überlieferten Vinaya-Kommentare wegen der Reichhaltigkeit der dort zitierten Lehrmeinungen (mit ca. 800 die größte Zahl von Ganthipada-Zitaten überhaupt) für diese Fragestellung im besonderen an. Vajirabuddhi nämlich gibt eine möglichst große Anzahl von ihm vorausgegangenen bzw. ihm bekannt gewordenen Exegesen wider um eine eigene Beurteilung der jeweiligen Rechtsauffassungen zu ermöglichen - ein für indische Traditionen äußerst ungewöhnlicher Sachverhalt und damit eine erstrangige Quelle für die Behandlung von Fragestellungen von nicht bloß buddhistisch-kirchenrechtlicher, sondern auch von historisch auf den gesamten "Kulturraum Indien" ausgreifender Relevanz.

Schlagworte

Indologie, Rechtstext, Theravada-Buddhismus
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