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Beziehungs- und Kommunikationskulturen unter Frauen im 18. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung des Raumes Sachsen-Anhalt
Projektbearbeiter:
Carolin Doller
Finanzierung:
Land (Sachsen-Anhalt) ;
Das Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit den Beziehungs- und Kommunikationskulturen adliger Schwestern aus dem Raum Sachsen-Anhalt unter geschlechtergeschichtlichen sowie kommunikations- und medientheoretischen Fragestellungen und unter Anwendung neuer Forschungsmethoden. Es setzt einen Schwerpunkt auf die in der regionalen Forschung bisher vernachlässigte Untersuchung adliger Frauenkulturen, wendet sich zugleich aber einem weiteren von der geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Forschung stiefmütterlich behandelten Themenkomplex, der Beziehungs-, Kommunikations- und insbesondere auch der Briefkultur von und unter Frauen zu, letzteres ein sehr junges Forschungsfeld vor allem der Literaturwissenschaften. Von der Geschichtswissenschaft wurde die Analyse von Frauenfreundschaften oder Beziehungen unter Schwestern und verwandten Frauen bisher sowohl auf europäischer wie regionaler Ebene ausgeblendet, selbst die Geschlechterforschung hat sich mit dieser Thematik erst vereinzelt auseinander gesetzt. Weibliche Beziehungsmuster und -medien sowie ihre Ausgestaltung können aber nicht nur bislang unbekannte Einblicke in den Alltag und das Selbstverständnis von (adligen) Frauen, sondern zugleich neue Erkenntnisse über inner- und außerfamiliäre sowie geschlechterspezifische Beziehungsstrukturen geben, in denen sich die jeweiligen Korrespondenzpartnerinnen befanden.

Schlagworte

Beziehungskultur, Geschlechtergeschichte, Kommunikationskulturen, Sachsen-Anhalt, Schwester, Schwestern, kommunikationstheorie, medientheorie
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