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Die Behandlung des Glioblastoms mit einem onkolytischen Stamm des Newcastle-disease-Virus (NDV)
Finanzierung:
Haushalt;
Das Glioblastom stellt den bösartigsten Hirntumor des Menschen dar. Trotz Maximaltherapie mit allen bisher zur Verfügung stehenden Möglichkeiten (Operation, Strahlentherapie, konventionelle Chemotherapie) liegen die mittleren Überlebensraten bei 12 Monaten. In der Literatur finden sich in letzter Zeit gehäuft Ansätze für eine lokale Therapie mit onkolytischen Viren, wobei diese Viren größtenteils gentechnologisch konstruiert werden. Unsere eigenen Erfahrungen mit dem Newcastle-Disease-Virus (NDV) zeigen, dass dieses natürlich vorkommende Hühnervirus gute Vorraussetzungen für eine derartige Therapie besitzt. Eigene Zellkulturuntersuchungen lassen erkennen, dass das Virus in einer Konzentration, die in vivo problemlos anwendbar ist, für Glioblastomzellen zytotoxisch ist. Die Studien belegen, dass das Virus in den Tumorzellen eine Apoptose auslöst und es damit zu einem Rückgang der lebenden Zellen auf nahezu 0 kommt. Gleichzeitig ist das Virus, wie unsere klinischen Studien mit einem nicht onkolytischen Stamm beweisen, in der Lage das Immunsystem des Patienten spezifisch zu stimulieren. Weiterhin gilt dieses Virus als human apathogen, so dass bei einer Anwendung am Menschen mit vertretbaren Nebenwirkungen zu rechnen ist. Falls sich die sehr vielversprechenden Ergebnisse der Zellkultur-untersuchungen im Tiermodell bestätigen, kann der onkolytische NDV-Stamm 73T in einer klinischen Studie bei Patienten mit einem Glioblastom zum Einsatz kommen.

Schlagworte

Glioblastom, onkolytisches NDV, virale Therapie

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2016
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2015
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2014
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