« Projekte
Die Bedeutung von Stickstoffmonoxid bei der Vermittlung der Urocortin-induzierten anorektischen und angstähnlichen Effekte bei der Ratte
Projektbearbeiter:
A. Fatima, M. Spina Horn
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Urocortin 1 (Ucn 1) ist ein Neuropeptid, dem eine wichtige Funktion bei der Vermittlung von Futteraufnahme und angstähnlichem Verhalten zugeschrieben wird. In diesem Zusammenhang ist jedoch nicht nur unklar, inwieweit die beschriebenen Effekte von Ucn 1 sich wechselseitig beeinflussen, sondern auch, in welchen Hirnarealen das Neuropeptid seine Wirkungen entfaltet und mit welchen anderen Mediatoren es dabei interagiert. Eigene Studien implizieren, daß anders als erwartet, die Quelle von endogenem, intrahypothalamisch freigesetztem Ucn 1 nicht der Nucleus paraventricularis sondern der Nucleus supraopticus (SON) ist. Das eröffnet die Frage, inwieweit sich die bislang durch intraventriculäre Infusionen des synthetischen Peptides beobachteten Verhaltenseffekte auf Wirkungen im SON und dessen perinukleärer Zone zuordnen lassen. In diesem Zusammenhang scheint Stickstoffmonoxid ein besonders interessanter Kandidat für mögliche Interaktionen, da die neuronale Stickstoffmonoxidsynthase z.T. mit Ucn 1 im SON kolokalisiert ist. Im Rahmen dieses Verlängerungsantrages sollen die Bedeutung von Ucn 1 und Stickstoffmonoxid (NO) im SON auf angstähnliches und Freßverhalten bei Ratten untersucht werden. Dazu sollen neben Methoden zur Charakterisierung der neuronalen Aktivität auf zellulärer Ebene (Immunhistochemie, In-situ-Hybridisierung), der Freisetzungsaktivität (Mikrodialyse) auch die Konsequenzen von lokaler Ucn 1- und NO-Wirkung auf die Verhaltensleistungen mittels hoch sensitiver Testapparaturen analysiert werden (angstähnliches Verhalten: Defensive Rückzugapparatur; Freßverhalten: automatische Futterboxen).

Schlagworte

SON, Stickstoffmonoxid, Urocortin
Kontakt

weitere Projekte

Die Daten werden geladen ...