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Auswirkungen des Klimawandels auf die Bodenerosion in vulnerablen Regionen Beispiel Sachsen-Anhalt und hieraus erwachsender Konsequenzen für eine Regionalisierung der Allgemeinen Bodenabtragsgleichung (ABAG)
Projektbearbeiter:
W. König, D. Wurbs, G. Schmidt
Finanzierung:
Land (Sachsen-Anhalt) ;
Eine verstärkte Erosionsgefährdung auf den ackerbaulich genutzten Flächen infolge der Zunahme erosiver Niederschlagsereignisse wäre gleichbedeutend mit höheren Bodenabträgen, Bodenfunktionsverlust und einem Anstieg diffuser Stoffeinträge in die Gewässer. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse regionaler Klimamodelle sind ein Rückgang der Sommerniederschläge sowie ein Anstieg der Winterniederschläge zu erwarten. Gleichzeitig wird von einer Zunahme stärker Niederschlagsereignisse vor allem im Winterhalbjahr ausgegangen. Ziel des Projektes. Daraus ergibt sich das vorrangige Ziel des Projektes, das Wirkungsgefüge zwischen Klimawandel, Niederschlagsgeschehen und Bodenerosionsentwicklung in Sachsen-Anhalt zu untersuchen und zu quantifizieren, um Nutzungsprobleme aufzuzeigen und Folgeschäden für Umwelt und Gesellschaft besser abschätzen zu können. Durch eine Regionalisierung der Ergebnisse können erstmalig Gebiete mit einem hohen Starkniederschlagsvorkommen im Land Sachsen-Anhalt identifiziert werden. Die Abschätzung der Erosion erfolgt über das Modell der Allgemeinen Bodenabtragsgleichung (ABAG), denn sowohl der in der ABAG vorkommende R-Faktor (Regenerosivitätsfaktor) als auch der C-Faktor (Bodenbedeckungs- und Bodenbearbeitungsfaktor) sind klimaabhängig und können daher unter dem Aspekt der bereits eingetretenen und der zu erwartenden Klimaentwicklung betrachtet werden. Durch die Verknüpfung der Ergebnisse regionaler Klimamodelle mit den Berechnungsansätzen zur Bestimmung des R-Faktors können vor allem langfristige Veränderungen des erosiven Bodenabtrags als Folge des Klimawandels quantifiziert werden.

Schlagworte

Bodenabtragsgleichung, Klimawandel
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