Auswirkungen der Blockade von Anti-IL4/IL-13-Rezeptoren auf die Gehirnaktivität und die Juckreizwahrnehmung bei atopischer Dermatitis
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Atopische Dermatitis (AD) ist eine chronisch-rezidivierende entzündliche Hauterkrankung, die mit einer erheblichen Belastung der Patienten verbunden ist. Die Betroffenen leiden meist unter chronischem Juckreiz, der zu intensivem Kratzen führt, wodurch die Hautbarriere schwer geschädigt wird und die Patienten unter erhöhtem Stress leiden. Die Juckreizwahrnehmung wird durch spezialisierte Nervenfasern der Haut über das Rückenmark in das zentrale Nervensystem (ZNS) vermittelt. Dies unterstreicht die wichtige Rolle des ZNS bei der atopischen Dermatitis. Die Einführung des ersten IL4/IL-13-Rezeptor-Antagonisten war ein wichtiger Wendepunkt in der Behandlung der atopischen Dermatitis. Die Behandlung von Patienten mit Dupilumab führt zu einer massiven Verbesserung der Hautsymptome, aber auch zu einer Abschwächung von Juckreiz und juckreizbedingten Komorbiditäten wie Schlaflosigkeit, Angst und Depression. Die mit Juckreiz zusammenhängende Hirnaktivität wurde bei schweren Juckreizerkrankungen wie der atopischen Dermatitis noch nicht im Detail untersucht. Daher wollen wir die Hirnaktivität von gesunden Personen und Patienten mit atopischer Dermatitis mit und ohne Dupilumab-Behandlung anhand von MRT-Scans auf periphere Juckreizreize untersuchen und vergleichen. Wir stellen die Hypothese auf, dass die systemische IL-4/IL-13-Rezeptorblockade die Hirnaktivität und die zentralnervöse Juckreizwahrnehmung entscheidend moduliert, und hoffen, Hirnregionen zu identifizieren, die von der Dupilumab-Behandlung betroffen sein könnten.
Kontakt
Prof. Dr. Evelyn Gaffal
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Leipziger Str. 44
39120
Magdeburg
Tel.:+49 391 6715249
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