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Aussprache russischer Namen in der deutschen Standardsprache. Untersuchung der Akzeptanz verschiedener Eindeutschungsgrade (Teilprojekt von: Normphonetische und soziophonetische Untersuchungen zur Standardaussprache in der Bundesrepublik Deutschland)
Projektbearbeiter:
Alexandra Ebel
Finanzierung:
Haushalt;
Der deutsche Wortschatz enthält eine Vielzahl von Wörtern und Namen fremder Herkunft. Wenn Berufssprecher/-innen, beispielsweise im Radio, einen fremdsprachigen Namen aussprechen müssen, ist oft eine Angleichung an die deutsche Aussprache notwendig. Im Interesse der Zuhörer/-innen sowie der Namensträger/-innen selbst sollte eine solche Angleichung nicht spontan, sondern geregelt verlaufen. Damit sind Fragen verbunden: Wie stark kann man eindeutschen und wie originalnah sollte die Aussprache bleiben? Kann man von den Sprecher/-inne/-n erwarten, die Artikulation einiger fremdsprachiger Laute zu erlernen, wie z. B. des englischen „th“ oder französischer Nasalvokale? Ist es wichtig, dass die Zuhörer/-innen den gehörten Namen auch in der Zeitung wiedererkennen können? Ziel des Dissertationsprojekts ist es, diese Fragen für die Aussprache russischer Namen in der deutschen Standardsprache zu klären und bisherige Angleichungen zu evaluieren. Dafür sollen in einer empirischen qualitativen Analyse Präferenzen von Sprecher/-inne/-n und Hörer/-inne/-n für bestimmte Eindeutschungsformen untersucht werden. Aus diesen Präferenzen sollen schließlich Empfehlungen für die Eindeutschung russischer Namen gegeben werden.

Ebel, Alexandra (Hg.) (2013): Aussprache und Sprechen im  interkulturellen, medienvermittelten und pädagogischen Kontext. Beiträge  zum 1. Doktorandentag der Halleschen Sprechwissenschaft. Online-Publikation. Universität Halle-Wittenberg.  

Ebel, Alexandra (2013): Das Salienzkonzept in der Eindeutschungsforschung – Überlegungen und Ergebnisse. In: Ebel, Alexandra (Hg.): Aussprache und Sprechen im interkulturellen, medienvermittelten und pädagogischen Kontext. Beiträge zum 1. Doktorandentag der Halleschen Sprechwissenschaft. Online-Publikation. Universität Halle-Wittenberg.

Ebel, Alexandra (2013): Beispielanalyse Russisch – Deutsch. In: Bose, Ines / Hirschfeld, Ursula / Neuber, Baldur (Hg.): Einführung in die Sprechwissenschaft. Phonetik, Rhetorik, Sprechkunst. Tübingen: Narr, ISBN: 978-3-8233-6770-3, S. 64 – 69. Beitrag im Sammelband 

Ebel, Alexandra (2013):  Theoretische Vorüberlegungen zur Eindeutschung russischer Namen. In: Anders, Lutz Christian / Bose, Ines / Hirschfeld, Ursula / Neuber, Baldur (Hg.): Aktuelle Forschungsthemen der Sprechwissenschaft 3. Phonetik, Rhetorik, Sprechkunst, Sprach- und Stimmstörungen. Frankfurt a. M.: Peter Lang, ISBN: 978-3-631-62883-6, S. 9 -37.

Haufe, Alexandra / Hirschfeld, Ursula / Lange, Friderike (2011): Kodifikation und Aussprache eingedeutschter Namen im Rundfunk. In: Bose, Ines / Schwiesau, Dietz (Hg.): Nachrichten schreiben, sprechen, hören. Forschungen zur Hörverständlichkeit von Radionachrichten. Berlin: Frank&Timme, ISBN: 978-3-86596-990-3, S. 317 - 333.

Anmerkungen

Promotion

Schlagworte

Eindeutschung, Namen, Phonetik, Russisch, Standardaussprache
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