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Aufbau der Forschungsstelle für Transnationales Wirtschaftsrecht der Juristischen Fakultät der MLU
Finanzierung:
Land (Sachsen-Anhalt) ;
Die Gründung der Forschungsstelle für Transnationales Wirtschaftsrecht ist von dem Gedanken getragen, wirtschaftsrechtliche Zusammenhänge in ihrer die moderne Gesellschaft kennzeichnenden übergreifenden Struktur im Mehrebenenbereich von internationalem, europäischem und innerstaatlichem Recht zu erforschen.Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass es nicht nur um klassische Aspekte z.B. des Wirtschaftsvölkerrechts geht. Vielmehr wird bewusst ein fachübergreifender Ansatz verfolgt, der sich an Gedanken anlehnt, die Philip C. Jessup erstmals in aller Deutlichkeit formuliert hat. Jessup verstand unter transnationalem Recht "das gesamte Recht, das Sachverhalte und Handlungen regelt, die über nationale Grenzen hinausgehen". Er konkretisierte dies dahingehend, dass "das Völkerrecht und das internationale Privatrecht hierzu ebenso gehören wie sonstige Regeln, die sich nicht ohne weiteres in diese beiden klassischen Kategorien einordnen lassen".Auf das Wirtschaftsrecht übertragen ist der transnationale Ansatz daher so zu verstehen, dass die Gesamtheit der Rechtsregeln und des praktischen Rechtslebens erfasst wird, die sich auf das internationale Wirtschaftssystem insgesamt beziehen. Das betrifft u.a. Rechtsregeln und Rechtsentwicklungen in der Welthandelsorganisation (WTO), der Weltbank, dem Weltwährungsfond (IMF), der UNCTAD, UNIDROIT, UNCITRAL und der OECD sowie die private und gemischte (Staat-Investor) Schiedsgerichtsbarkeit, das internationale Investitionsschutzrecht, das Recht des internationalen Warenkaufes, die internationale Bankenaufsicht und das internationale Medien- und Telekommunikationsrecht.

Schlagworte

Europarecht, Internationales Recht, Transnationales Recht, Völkerrecht, Wirtschaftsrecht
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